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spiel,  daß  Christliche  Religion  mit  Gewalt  der  Waffen  bei
einer  ganzen  Nation  ausgebreitet  wurde.  Zur  unerwarteten
Ehre  des  damaligen  Klerus  erscheint  kein  Bischof  als  Auf—
hetzer..  Zu  Rom  billigte  man  zwar  schon  damals  diese  Dragonaden,
  aber  man  hat  doch  keine  Spur,  daß  der  Rdmische
  Bischof  Karln  aufgefodert  oder  ermuntert  hätte.  So
wahr  ists  also  auch  hier,  daß  die  traurigsten  Scenen  der  Kirchengeschichte
  diejenige  sind,  wo  pölitisches  Interesse  unter
der  Maske  der  Religion  sich  zu  verbergen  suchte.
S  4.
Ausbreitung  der  Christlichen  Religion  im  Norden.

Ludwig  der  milde  war  in  Ausbreitung  der  Christlichen
Religion  eben  so-  eifrig  als  sein  Vater;  nur  weniger  gluͤck—
lich,  weil  er  weniger  gefuͤrchtet  war,  und  seinen  Aposteln  den
Weg  weniger  bahnen  Honnte.  Ansgarius  und  Autbert
wurden  unter  ihm  die  Missionarien  der  nördlichen  Königreiche,
  aber  bei  den  haufigen  Regimentsveraͤnderungen  und
bei  den  völlig  barbarischen  Sitten  dieser  Völker  mußte  der
groͤßte  Theil  besonders  ihrer  ersten  Bemuͤhungen  vergeblich
seyn.  Selbst  die  Errichtung  des  Erzbisthums  Hamburg  entsprach
  den  gefaßten  Hoffnungen  nicht,  und  kaum  konnte  der
vierzigjährige  Eifer  des  Ansgarius  und  der  oft  gebrauchte
Name  der  Fränkischen  Könige  den  neugepflanzten  Baum  so
lange  schützen,  bis  er  einige  Wurzeln  geschlagen  hatte.  Wie
mag  wohl  die  Ueberzeugung  dieser  Volker  von  der  Wahrheit
der  Christlichen  Religion  beschaffen  gewesen  seyn,  da  in  Schweden
  auf  ein  Paar  Reichsversammlungen  durch  das  Loos  entschieden
  wurde,  ob  man  das  Christentbum  verstatten  wolle
oder  nicht?

Ansgarius  verdient  übrigens  noch  mehrere  Achtung  als
Bonifacius.  Dem  uneigennützigen  Manne  ist  nie  so  gut  auf