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sem  das  ganzen  Volk,  durch  ein  Gemaͤlde  vom  juͤngsten  Gericht.
Cprillus  machte  sich  besonders  um  die  Slavischen  Völker  verdient,
  er  war  nicht  allein  Missionar  sondern  Wohlthäter  durch
allgemeine  Aufklärung.  Er  erfand  ihnen  Buchstabenschrift,
übersetzte  die  Bibel  in  ihre  Sprache,  und  beförderte  selbst  zur
Beschämung  der  Fränkischen  Geistlichkeit,  mit  seinem  Freunde
Methodius  die  Ausbreitung  des  Christenthums  unter  den  Mähren
  und  Böhmen.

Auch  die  Russen  sind  Zöglinge  der  Constantinoplischen
Kirche.  Dieses  Volk,  eine  Mischung  von  Slaven,  Waraͤ-gern
  und  Cumanen,  machte  sich  durch  Streifereien  und
Siege  schon  in  der  Mitte  des  neunten  Jahrhunderts  dem
Griechischen  Kaiser  fürchterlich.  Basilius  Macedo,  ein
Zeitgenosse  Karls  des  Kahlen,  bewog  sie  endlich  zu  Anhörung
  Christlicher  Lehrer:  doch  waren  bald  alle  Spuren  wieder
  verlöscht,  und  erst  zu  Ende  des  zehnten  Jahrhunderts
konnte  das  Christenthum  siegen.  Der  Russische  Fürst  Wladimir
  der  Große  heurathete  eine  Griechische  Prinzessinn  Anna,
und  mit  ihr  die  Christliche  Religion.  Eben  das  politische
Interesse,  das  dem  Christenthum  bei  den  Occidentalern  so
manchen  Eingang  verschaffte,  bahnte  seinen  Weg  auch  im
Orient.  Allianzen  mit  dem  Griechischen  Kaiser,  welche  für
einen  Fürsten  wie  Wladimir  immer  sehr  interessant  waren,
wurden  nie  anders  als  durch  Annahme  der  Christlichen  Religion
  zuverlässig,  und  wenn  ein  Fürst  Aufklärung  seines
Volks  suchte,  so  konnte  er  sie  nirgends  herholen  als  von  Constantinopel.
  Da  war  aber  keine  Wissenschaft  und  keine  Kunst,
welche  der  Grieche  besaß,  in  die  sich  nicht  Spuren  seiner
Religion  eingedrückt  hatten.  Der  größte  Maler  war  nichts
als  Maler  von  heiligen  Bildern,  von  Gegenständen,  welche
aus  seiner  Religionsgeschichte  hergenommen  waren,  oder  die