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werden.  Sie  fuhren  an  die  Französsschen,  Spanischen  und
Itallänischen  Küsten  herab;  denn  je  größer  das  Abentheuer
war,  desto  würdiger  des  edlen  Normanns,  der  überdieß  von
den  schönen  Französischen  und  Italiänischen  Gegenden  ganz
bezaubert  wurde.  Wo  aber  einmal  ein  solcher  Schwarm  von
Kapers  nicht  unbereichert  hinweg  gieng,  da  kam  er  nächstes
Jahr  gewiß  wieder,

Karl  der  Große,  zu  dessen  Zeiten  diese  Gäste  sich  schon
eingesiellt  hatten,  machte  zu  Wasser  und  zu  Land  diel  trefflichsten
  Anstalten  zu  Bewahrung  der  Kuͤsten.  Unter  des  milden
  Ludwigs  Regierung  giengen  diese  Anstalten  wie  so  manche
andere  zu  Grund,  und  da  sich  die  Söhne  über  dem  Theilen
des  großen  Reichs  zankten,  bald  ewiger  Krieg  zwischen  den
Oheimen  und  Neffen  war,  der  Heeresbann  nachlässig  gehalten
  wurde,  so  kamen  die  Normänner  wieder,  und  plünderten
Teutschland,  Frankreich  und  Italien.  Es  galt  nicht  allein
dem  an  der  See  liegenden  Lande,  sondern  auf  ihren  platten
Schiffen  fuhren  sie  die  Ströme  hinauf,  und  plünderten  mitten
  im  Lande  die  größten  Städte  und  reichsten  Klöster,  Was
ihnen  dieses  Jahr  nicht  zu  Theil  werden  konnte,  war  ihnen
nächstes  Jahr  gewiß;  und  Teutschland  wurde  mit  doppelten
Ruthen  gezüchtiget,  wo  die  Normänner  nicht  hinkamen,  da
verwuͤsteten  die  Ungarn.

Die  Jahrbücher  dieses  Zeitalters  wissen  den  Jammer
nicht  genug  zu  beschreiben,  der  durch  diese  dftere  Verwüstungen
  angerichtet  wurde.  Niemand  wollte  das  Land  bauen;
denn  er  war  seiner  Ernte  nicht  versichert.  Die  wenigen
Städte,  welche  es  damals  noch  gab,  giengen  im  Rauch  auf,
wennn  sie  Normaͤnnern  und  Ungarn  irgendwo  auf  dem  Weg
lagen.  Die  Klbster  wurden  zerstört,  und  ihre  Zersthrung  war