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Geschichte  der  Verfassung  und  Hierarchie  dieser  Periode.
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-  g.8.
GefchichtederdletasrchiedessiebentenJahrhunderts,vorzüglich
in  Ruͤcksicht  auf  Rom.

Am  Ende  der  vorigen  Periode  sah  es  gar  nicht  so  aus,
als  ob  man  im  Occident  oder  Orient  bald  einen  Pabst  bekommen
  werde.  Justinian  commandirte  seine  Bischoͤfe
wie  Soldaten,  und  er  schonte  der  großen  Bischoͤfe  zu  Rom,
Constantinopel,  Alexandrien  und  Antiochien  so  wenig  als
der  kleinern.  Durch  die  Eroberung  der  Araber  gieng  Alerandrien
  und  Antiochien  fast  ganz  zu  Grunde,  und  der  Bischof
von  Constantinopel  war  zu  nahe  bei  Hof,  sein  Stuhl  wurde
viel  zu  oft  bloß  nach  kaiserlicher  Willkühr  besetzt,  als  daß
hier  eine  wichtige  hierarchische  Erscheinung  zu  erwarten  gewesen
  wäre.  Der  Rdmische  Patriarch  war  also  fast  nur  allein
  übrig,  aber  alle  seine  äußere  Umstände  schienen  dem
Wachsthum  seiner  Größe  gar  nicht  günstig  zu  seyn.

Er  hatte  selbst  in  Italsen  ein  Paar  große  Magen,  die
ihm  zur  kränkendsten  Demüthigung  dienten.  Die  Erarchen,
Statthalter  des  Griechischen  Kaisers  in  Italien,  also  auch
Herrn  von  Rom,  handelten  fast  beständig  mit  dem  Geiz  und
der  Gewaltthätigkeit,  welche  den  Statthaltern  entfernterer  Provinzen
  eigen  ist,  und  Gelegenheit  gab  es  genug,  weil  auch  das
siebente  Jahrhundert  voll  dogmatischer  Unruhen  war,  bei  welchen
  der  Rbmische  Bischof  nicht  immer  das  für  wahr  hielt,
was  man  am  Hofe  zu  Constantinopel  für  Wahrheit  erklärte.
Der  Bischof  von  Ravbenna  bediente  sich  der  Gelegenheit  des
nähern  Zutritts  zum  Erarchen,  und  riß  sich  ganz  vom  Roͤmischen
  Gehorsam  los.  Die  Longobarden  waren  mächtiger  und
siegreicher  als  die  schläfrigen  Grie  chischen  Statthalter,  oft  mußt