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also  ein  Roͤmischer  Bischof  diesen  zu  Gefallen  leben,  und
vielleicht  wuͤrde  zwar  ein  kluger  Kopf  dieses  getheilte  Interesse
  für  die  Vermehrung  seiner  eigenen  Macht  benuͤtzt  haben,
aber  im  ganzen  Anfang  dieser  Periode  saß  kein  Mann  auf
dem  Roͤmischen  Stuhl,  welchem  Gelehrsamkeit  oder  politische
Feinheit  Respect  verschafft  hätte.

Die  großen  abendländischen  Königreiche  aber  Frankreich,
Spanien,  England,  waren  noch  gar  nicht  mit  Rom  in  eine
Hierarchie  verflochten,  und  England,  unter  allen  noch  der
gutwilligste  Sklave  Roms,  war  nur  von  weniger  Bedeutung,
weil  es  sich  noch  in  seine  sieben  Kbnigreiche  theilte.  Der
Klerus  aller  dieser  Konigreiche  handelte  für  sich,  und  glaubte
nicht,  bei  seinen  politischen  Unternehmungen  die  Hülfe  eines
so  entfernten  Bischofs  nbthig  zu  haben  oder  brauchen  zu  können.
  Sie  bezeugten  alle  Achtung  gegen  den  Remischen  Bischof,
  aber  diese  Achtung  schien  nicht  einmal  Vorbothe  einer
künftigen  großen  Gewalt  zu  seyn.  Allein  nur  bei  den  West-Gothen
  in  Spanien  hatten  sich  zu  Anfang  dieser  Periode  die
Bischöfe  so  mächtig  gemacht,  daß  durch  sie  die  Rechte  des
Adels  ganz  unterdrückt  wurden,  die  königliche  Gewalt  und
Austheilung  der  Krone  einzig  von  ihnen  abhieng.  Den  Roͤ-mischen
  Bischof  aber  fragte  man  dabei  nicht,  er  hatte  weder
Nutzen  noch  Schaden  davon.  In  Frankreich  machten  zwar
die  Dagoberte  große  Stiftungen  an  Kirchen  und  Klöster,  aber
die  ganze  Periode  der  Merovinger  war  viel  zu  militärisch.
Eben  das  Kloster  und  eben  die  Kirche,  welche  in  einem  Jahr
durch  die  Freigebigkeit  eines  Königs  zu  den  beträchtlichsten
Besitzungen  gelangt  war,  sah  sich  im  gleichfolgenden  Jahre
derselben  wieder  gewaltsam  beraabt.

Nichts  kam  zu  einer  gewissen  Festigkeit,  und  wie  hätte
sich  auch  diese  finden  sollen,  da  die  Bischöfe  selbst  größren=