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theils  ohne  alle  Kenntnisse  waren,  niemand  um  das  iWohl
der  Kirche  sich  bekümmerte.  Die  Benedictinermönche  breiteten
  sich  vorzüglich  in  Italien  und  Frankreich  aus,  erhielten
Besitzungen  von  einem  Umfang  wie  kleine  Fürstenthömer,
aber  diese  große  Göter  mußten  erst  durch  ihren  Fleiß  urbar
gemacht  werden,  und  ihr  Fleiß  wurde  alsdenn  doch  wieder
ein  Raub  der  allgemeinen  Unordnung.  Das  siebente  Jahrhundert
  ist  also  in  der  Geschichte  der  steigenden  Hierarchie
größtentheils  nur  wenig  merkwürdig:  viel  besser  fand  sich
alles  im  achten  Jahrhundert  zusammen.
.  9.
Geschichte  der  Hierarchie  des  achten  Jahrhunderts.

Die  siegreichen  Waffen  der  Longobarden  eroberten  ein
Stück  des  Erarchats  nach  dem  andern,  und  Aistulf  gewann  750
fast  alles  was  bisher  noch  von  Belisarius  und  Narses  Siegen
  übrig  geblieben  war.  Rom  selbst  sollte  sich  jetzt  dem
Longobardischen  König  unterwerfen.  Von  Constantinopel
war  keine  Hülse  zu  erwarten,  dort  zankten  sie  sich  wegen
Anbetung  der  Bilder,  und  der  Rimische  Bischof  zitterte  auch
vor  dem  Griechischen  Kaiser  so  sehr  als  vor  dem  Longobarden,
weil  ihre  Bildertheologie  einander  sehr  oft  ganz  ungleich  war.
Welchen  der  Occidentalischen  Könige  sollte  der  bedrängte  Bi.
schof  zu  Hülfe  rufen?  ihm  lag  am  meisten  daran,  entweder
nicht  unter  fremde  Oberherrschaft  zu  kommen  oder  sich  seinen
neuen  Herrn  mit  Klugheit  wählen  zu  können.

Pipin  saß  auf  dem  Fränkischen  Thron,  und  verdankte
wenigstens  den  ruhigen  Besitz  seiner  Krone  dem  Segen  des
Romischen  Bischofs.  Schon  nehmlich  seit  der  Mitte  des  siebenten
  Jahrhunderts  war  die  Macht  der  ersten  Minisier  und
Generale  (Major  Domus)  der  Fränkischen  Kdnige  so  hoch
gestiegen,  daß  sie  selbst  nicht  einmal  den  Namen  des  Königs