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bei  oͤffentlichen  Verhandlungen  brauchten.  Pipin,  der  schon
vom  Vater  und  Großvater  her  diese  Würde  und  diese  Macht
bei  seinem  Hause  sah,  fand  endlich  beschwerlich,  auch  nur
den  Schatten  eines  Königs  stehen  zu  lassen.  Nur  mußte
alles  so  geschehen,  daß  das  Volk,  dessen  Aberglauben  oder
religiöse  Treue  sehr  leicht  von  andern  eifersüchtigen  Großen
des  Reichs  mißbraucht  werden  könnte,  mit  verbundenen  Augen
  zu  dem  längst  gewünschten  Ziel  hingefährt  würde.  Der
Roͤmische  Bischof  that  den  Ausspruch,  daß  es  Pflicht  des  Pipin
  sey,  der  armen  Heerde  Volks  sich  zu  erbarmen  und  ihr
König  zu  werden.  Diese  seine  Einsegnung  des  Usurpators
war  einer  Gegengefälligkeit  werih:  Pipin  gieng  mit  einer
Armee  nach  Italien,  entriß  Aistulfen  einen  Theil  der  eroberten

  Länder  und  schenkte  dem  Rômischen  Bischof,  —  man

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weiß  bis  auf  den  heutigen  Tag  eigentlich  noch  nicht  was?
Man  kann  nur  mit  Zuverlaͤssigkeit  sagen,  was  es  nicht  war.

Aistulfs  Nachfolger.  Desiderius,  der  seine  Graͤnzen  wieder
  zu  erweitern  suchte,  fand  am  Sohne  Pipins,  Karln  dem
Großen,  einen  noch  gefaͤhrlichern  Gegner,  und  Pabst  Hadrian
J.  einen  noch  großmuͤthigern,  Beschuͤtzer.  Das  Longobardische
Reich  wurde  zerstoͤrt,  und  Karl  vermehrte  die  Schenkungen
seines  Vaters  an  die  Roͤmische  Kirche.

Es  dünkte  den  schlauen  Bischof  Leo  III.  ein  Meisterstück
politischer  Klugheit  zu  seyn,  da  er  Karln  endlich  dazu  bewog,
daß  er  sich  zum  Rômischen  Kaiser  ausrufen  ließ.  Nun  war
des  Bischofs  Rachgier  gegen  den  Griechischen  Kaiser  gesättigt;
  der  neue  Name  gab  zwar  wenig  mehr  neue  Gewalt,
als  Karl  schon  als  Patricius  gehabt  batte,  aber  gerade  um
den  Namen  war  es  zu  thun,  um  ihn  dem  Griechischen  Kaiser
  ganz  an  die  Seite  zu  stellen,  und  Rom  von  aller  bisher

noch  immer  fortdaurenden  Abhängigkeit  von  Constantinopel