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loszureissen.  Wie  viel  gutes  konnte  man  von  einem  so  gnaͤ-digen
  neuen  Herrn  wie  Karl  war  erwarten,  der  selbst  die
Freigebigkeit  seiner  Voreltern  gegen  die  Roͤmische  Kirche  noch
uͤbertroffen  hatte.  Der  neue  Herr  war  gerade  so  nahe  und
gerade  so  weit  hinweg,  um  in  Nothfaͤllen  helfen  zu  koͤnnen,
und  doch  nicht  immer  mit  seiner  Gegenwart  beschwerlich  zu
seyn.  Die  Bischoͤfe  zu  Rom  hatten  auch  bisher  bei  vielen
innerlichen  Unruhen  empfunden,  welch  ein  Ungluͤck  es  sey,
idaß  niemand  den  umuhigen  Geist  der  Rdmer  bändigen  und
mit  Gewalt  zum  Gehorsam  zwingen  könne.  Sie  selbst  waren
  dazu  nicht  stark  genug,  noch  schwächer  war  die  von  Consiantinopel
  erwartete  Hülfe.  Schien  nicht  viel  gewonnen  zu
seyn,  unter  dem  Schutze  der  Waffen  Karls  die  Ruhe  und
den  blühendsten  Zustand  Roms  widerhergestellt  zu  sehen?
Der  Rdmische  Bischof  hät  Karln  zum  Kaiser  gemacht,  wie
jeder  Rebelle  seinen  erbetenen  Anführer  zu  seinem  Herrn
macht,  oder  wie  sich  ein  von  seinem  Regenten  verlassener
Unterthan  einen  neuen  Beschuͤtzer  sucht,  welchen  er,  waͤr'
es  auch  nur  durch  einen  Titel,  locken  will.  Ist  es  nicht  laͤ-cherlich,
  darauf  stolz  zu  thun?
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Veränderungen  der  innern  Kirchendiseiplin.

Indeß  sich  der  Roͤmische  Bischof  mit  Erarchen  und  Longobarden
  herumkämpfte  und  endlich  Fränkischer  Reichsunterthan
  wurde,  so  entwickelten  sich  in  der  innern  Verfassung
der  Kirche  allmälig  einige  Veränderungen,  welche,  so  klein

und  unbeträchtlich  ihr  Anfang  war,  endlich  zu  den  ausgcbreitetsten,
  unaufhaltbarsten  Revolutionen  Veranlassung  gaben.

Man  hatte  es  nehmlich  im  Occident,  da  si  ch  die  Christliche
  Religion  unter  den  neubekehrten  Volkern  nach  und
nach  emporarbeitete,  zuerst  mit  dem  Poͤnilenzwesen  nicht  so