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ganz  genau  genommen.  Wegen  der  Hauptverbrechen  (Mord,
Ehebruch,  Diebstahl)  war  zwar  gleich  anfangs  einiges  festgesetzt,
  aber  erst  wie  man  nach  und  nach  diese  Völker  zur
größern  Sittenreinigkeit  und  Frömmigkeit  mehr  gewöhnen
wollte,  so  setzte  man  auch  auf  geringere  Verbrechen  Strafen,
und  man  fieng  an,  die  Strafen  nach  den  Umständen,  unter
welchen.  das,  Verbrechen  geschehen  war,  bald  zu  erhöhen,  bald
zu  vermindern.  Ein  Griechischer  Moͤnch  Theodor,  der  nachher
  Erzbischof  von  Canterbury  wurde,  schrieb  noch  zu  Ende
des  siebten  Jahrhunderts,  besonders.  zum  Behuf  der  Beichtiger
  ein  Buch,  worin  die  aerschiedenen.  Gattungen  von  Sünden
  nach  den  mannigfalligsten  äußern  Um  tänden  dlassifteir
waren,  und  bei  feder  derselben  bestimmt  war,  welche  Büßung
dem  Beichrkind.  außzulegen  2D  bos.  si  ich  Zu  einem  solchen
Verbrechen-  bekenne.  In  dieser  Eündentare  wurden  dem
Baßferiigen  lunge  Fasten,  Pfalmenlefen  und  andere  derglei—
chen  Bößungen  enufgelegt.  Sie  wer,  uum  mehrerer  Bequemlichkeit
  willen  zugleich.  auch  so  eingerichtet.  daß  man  dem,
den  die  Natur  nicht  zum  Fasten  geschaffen  hatte,  die  Strafe
des  Fasiens  in  eine  gewisse  Anzahl  Psalmen,  oder  in  cine
gewisse  Summe  Almosen  verwandelte,  und  als  Almosen  galt
immer  auch,  was  man  der  Kirche  und  dem  Priester  schenkte.
Es  läßt  sich  leicht  errathen,  welche  Art  von  Satisfactionen,
des  Psalmbetens  oder  der  Schenkungen  an  die  Kirche,  der
Klerus  werde  begünstigt  haben.  Es  wurde  schnell  gangbar  in
redemtionem  peccatorum,  pro  merccde  animac  Schenkungen,
  an  die  Kirche  zu  machen.  Selbst  Karls  Schenkungen'
  an—  die  Römische  Kirche  geschahen  zum  Theil  in  der
Absicht,  und  man  schenkte  bald  nicht  mehr  bloß  alsdenn,
wenn  man  einc  gewisse  einzelne  große  Sünde  abzubößen
hatte,  sondern  man  glaubte  auch  seiner  geheimen  unerkannten