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Trinken  waren  durch  die  Regel  bestimmt.  Die  Lust  zum  Jagen
  und  Krieg  mußte  beiden  vergehen,  weil  sic  beide  zu  gesetzter
Zeit  in  der  Clausur  seyn  sollten,  und  ihre  Stunden  singen  mußken.
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So  schien  die  ganze  Kirchenverfassung  unter  Karl  dem
Großen  nach  und  nach  in  einen  Gang  gebracht  zu  werden,  der
viel  gutes  für  die  Zukunft  hoffen  ließ.  Der  Römische  Bischof
war  zwar  angesehen  und  selbst  auch  durch  Karls  Freigebigkeit
reich,  aber  er  galt  nicht  mehr,  als  ihn  Karl  wollte  gelten  lassen.
  Die  Synodalanstalten  blüheten,  und  auf  ihnen  beruhte  das
Leben  der  ganzen  Kirchenzucht.  Karl  selbst  hatte  durch  Zusammenrufung
  einer  großen  Fränkischen  Nationalsynode  nach
Frankfurt,  ein  wichtiges  Regentenrecht  ausgeübt.  Auch  die
Provinzialsynoden  hatten  grdßtentheils  ihre  ordentliche  Einrichtung,
  und  nichts  trug  mehr  dazu  bei,  die  Gesetze  des  Christenthums
  unter  den  neube  kehrten  Volkern  nach  und  nach  immer
mehr  einzuführen  als  die  jährlichen  Wisitationen,  welche  der
Bischof  in  seinem  Sprengek  zu  halten  verbunden  war.  Die
Geistlichen  genossen  große  Vorrechte,  aber  keines,  das  nicht
mit  dem  damaligen  Staat  in  bester  Harmonie  gestanden  wäre
und  der  schwache  neuanbrechende  Schimmer  von  Wissenschaften,
welche  Karl  mit  aller  Mühe  immer  wirksamer  und  allgemeiner
zu  machen  suchte,  hätte  vielleicht  endlich  seine  ganze  Kraft  geäußert.
  Allein  ein  einziger  Betrüger  und  Dummkopf  zernichtete
  alles,  und  gab  einen  neuen  Ton  für  das  ganze  Kirchenregiment
  an.  In  unbeschreiblicher  Herzenseinfalt  sprach  die
Welt  Jahrhunderte  lang  nach,  was  der  Betrüger  vorgesagt
hatte.

F.  13.
Geschichte  des  falschen  Isidorus.
Ludwig  der  Milde,  eine  gute  Seele,  aber  kein  starker

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