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brauchte,  um  seinen  Ordensleuten  das  uneingeschränkte  Kirchenmonopolium
  zu  verschaffen.

S.  16.
Hlerarchische  Veränderungen  durch  Otten  den  Großen  in  Italien.

In  Rom  konnte  es  nicht  besser  werden,  so  lange  nicht
das  Schwert  eines  Dritten  den  politischen  Partien  ein  Ende
machte,  und  von  dem  ruhigern  Zustand  der  Römischen  Kirche
hieng  auch  das  blähendere  Wachsthum  der  Teutschen  ab.
Den  Vater  des  großen  Karl  und  Karln  selbst  hatten  Roͤmische
  Bischöfe  nach  Italien  gerufen:  Otto  der  Große,  der  in
der  Mitte  des  zehnten  Jahrhunderts  Teutschland  beherrschte,
wurde  von  einer  schönen  Dame  gerufen;  denn  ein  Italiäni-=scher
  Prinz,  (Albert,  Marggraf  von  Thuscien)  wollte  sich  ihr
mit  äußerster  Gewalt  als  Bräutigam  aufdringen.  Die  schöne
Adelheid  war  Wittwe  des  letzten  Italiänischen  Königs  Lothar;
  mit  ihr  suchte  also  der  Marggraf  ein  Recht  auf  das
Königreich  Italien  zu  gewinnen,  dessen  Besitz  er  größtentheils
  schon  seinen  Waffen  verdankte.  Otto  der  Große  war
zwar  siegreich,  aber  der  Geist  der  Römer  war  jetzt  schon  unbändiger,
  das  Partiemachen  schon  mehr  zur  Gewohnheit  worden,
  daß  er  doch  weniger  als  Karl  der  Große  die  Ruhe  wieder
  herstellen  konnte.  Die  Römer  machten  sich  zwar  mit  einem
  Eide  verbindlich,  keinen  Pabst  ohne  die  Einwilligung
des  Kaisers  zu  wählen,  aber  es  schien  als  ob  sie  einen  Eid
nicht  für  verbindlich  hielten,  den  sie  einem  Ausländer  geschworen.
  Erst  am  Ende  des  zehnten  Jahrhunderts  fand  Stto
III.  ein  Mittel,  der  Roͤmischen  Kirche  die  Ruhe  und  sich  den
Gehorsam  derselben  zu  persichern.  Er  setzte  einen  jungen
Teutschen  und  zwar  einen  seiner  nächsten  Anverwandten  auf
den  päbstlichen  Stuhl,  und  wie  dieser  kein  Jahr  lang  dem