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seine  Entwuͤrfe  auszufuͤhren.  Gleich  auf  der  ersten  Synode
schlug  er  mit  dreifachem  Bannstrahl.  Er  excommunicirte  alle
der  Simonie  schuldige;  alle  Geistliche,  welche  nicht  ganz
außer  ehelichen  Verbindungen  lebten;  und  endlich  namentlich
den  Robert  Guiscard,  einen  edlen  Normann,  der  den  Sa—
racenen  Sicilien,  und  einen  Theil  von  Neapel  abgenommen
hatte  und  der  Romischen  Kirche  ihre  ehemaligen  dasigen  Güter
  nicht  wiederhergestellt  haben  sollte.

Wenn  man  je  von  den  Absichten  eines  Mannes  nach
Verfluß  von  sieben  Jahrhunderten  zuverlässig  urtheilen  kann,
so  scheinen  Gregors  Ideen  folgendermaßen  aus  einander  geslossen
  zu  seyn.  Hauptzweck  aller  seiner  Bestrebungen  war
wohl  kein  anderer  als  die  Kirche,  und  das  war  nach  dem
damaligen  Stil  niemand  anders  als  die  Geistlichen,  vom
Staat  völlig  unabhängig  zu  machen,  sogar  den  Staat  der
Kirche  ganz  zu  unterwersen.  Diesen  Zweck  zu  erreichen  wat
nöthig,  erst  in  manchem  der  Kirche  selbst  eine  ganz  ander
Einrichtung  zu  geben.  Ein  Geistlicher,  der  Frau  und  Kinde
hatte,  war  gar  zu  sehr  in  Familien  =  und  Staatsinteresse  ver
flochten,  als  daß  er  recht  eifriger  Verfechter  der  Kirche  hätt
seyn  können.  Weiber  und  Coneubinen  der  Geistlichen  muß
ten  also  hinweggeschafft  werden,  es  koste  noch  so  heftige  Be
wegungen.  War  der  Geistliche  erst  von  dieser  Seite  gan
unabhängig,  so  mußte  alsdenn  die  Ertheilung  der  kirchliche
Aemter  und  Stellen  ganz  aus  den  Händen  der  Koͤnige  un
Fürsten  gerissen  werden.  Dieß  ließ  sich  unter  dem  Schei
der  einreissenden  Simonie  am  besten  ausführen;  denn  es  wa
freilich  unläugbar,  daß  sich  die  Könige  und  ihre  Minisie
manches  hatten  bezahlen  lassen,  was  sie  hätten  umsonst  ge
ben  sollen.  Nun  diese  aber  aus  allen  Verhältnissen  mit  der
Staat  gleichsam  herausgerissene  Geistlichkeit  sollte  einzig  den