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lungen  angegeben,  welche  die  Kaiser  von  den  Paͤbsten  auszu,
stehen  hatten.  Er  hat  gewisse  Grundsaͤtze  rege  gemacht,  die
von  seinen  Nachfolgern  nur  ausgebildet  und  oͤfters  in  Uebung
gebracht  wurden.  Er  drang  mit  unüberwindlicher  Standhaf,
tigkeit  darauf,  daß  überall  die  Römischen  Kirchengebräuche
eingeführt  werden  sollten;  um  auch  hier  das  zu  haben,  was
meist  sicheres  Kennzeichenides  Despotismus  ist  —  allgemeine
Gleichförmigkeit.

Noch  wars  auch  er,  der  dem  ganzen  päbstlichen  Canzleistil
  eine  andere  Form  gegeben,  als  er  vorher  hatte.  Vorher
war  der  Name  Pabst  gemeiner!  Name  aller  Bischöfe,  Gregor
nahm  denselben  ganz  eigenthümlich,  und  ein  Schriftsteller  des
damaligen  zeitaltess  braucht  schon  den  Ausdruck,  das  Wort
Namen  Gottes  in  der  mehreren  Zahl  zu  *“  Gregor
fieng  zuerst  an  in  der  Ausschrift  seiner  Briefe#  dpostolischen
Segen  anzuwünschen;  sprach  in  den  Briefen  selbst  viel  mehr
als  Herr,  denn  alle  seine  Vorgänger;  ließ  bei  dem  Datum  seiner
  Briefe  die  Rechnung  nach  den  kaiserlichen  Regicrungsjahren
  hinweg,  und  änderte  den  Eid,  welchen  die  Erzbischoͤfe  dem
Pabst  bisher  geleistet  hatten,  in  einen  wahren  Vasalleneid.  Er
vermehrte  die  Einkünfte  der  päbsilichen  Kammer,  indem  er
mehrere  Klöster  unter  den  apostolischen  Schutz  des  Roͤmischen
Stuhls  nahm,  und  sich  Schutzgeld  bezahlen  ließ.  Seine  Freurdinn,
  die  Marggräfinn  Mathildis,  bewog  er,  alle  ihre  sehr
ansehnlichen  Güter,  ungeachtet  der  beträchtlichste  Theil  dersel.
ben  Lehen  waren,  der  Rômischen  Kirche  zu  vermachen.  Wie
viel  würde  nicht  ein  so  kühner  Mann  ausgerichtet  haben,  wenn
seine  Rrgierung  nicht  zu  kurz  gedauert  hätte,  man  muß,  um
ihn  ganz  kennen  zu  lernen,  verschiedenc  der  Beweisgründe  noch
wissen,  womit  er  seine  Forderungen  unterstützee.