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Abendmahl  Wein  darunter  gossen.  Der  Kaiser  fuhr  mit
Strafen  zu,  setzte  ab,  verwies  des  Landes,  und  war  so  entschlossen,
  seinem  Edict  Respect  zu  verschaffen,  daß  er  den
Roͤmischen  Bischof  als  einen  Verraͤther  wuͤrde  haben  enthaupten
  lassen,  wenn  nicht  der  sterbende  Patriarch  von  Constantinopel
  für  ihn  gebeten  haͤtte.

Die  nachfolgenden  Römischen  Bischbfe  schmiegten  sich,
und  erhielten  endlich  durch  Schmiegen  mehr  als  durch  allen
vorhergehenden  Trotz.  Der  Sohn  und  Nachfolger  des  Kaisers
  Constans,  Consiantinus  Pogonatus,  hielt  eine  große
Kirchenversammlung  zu  Constantinopel  (Trullana  Synodus)

und  verdammte  auf  derselben  die  Monotheletenlehre.  Die

Freunde  der  päbstlichen  Untrüglichkeit  lieben  die  Acten  dieser
Synode  gar  nicht,  denn  namentlich  dem  Römischen  Bischof
Honorius  wird  das  Anathem  darin  zugesagt.  Auch  dießmal
wie  bisher  immer  machte  die  Entscheidung  der  Synode  dem
Streit  kein  Ende,  auch  dießmal  wechselte  wieder  die  dffentliche
  Kirchenorthodorie  nach  den  Gesinnungen  der  schwachen,
parteiisch  -bldden  Kaiser,  nur  konnte  sich  keine  eigentliche
Religionspartie  bilden,  weil  kein  großer  Bischof  der  Anführer
  der  Monotheleten  war.

Allein  nur  die  Moͤnche  eines  Klosters  am  Berg  Libanon
behaupteten  sich,  getreunt  von  der  übrigen  großen  Kirche.  Es
war  unter  ihnen  ein  unternehmender  Kopf  Johann  Maro,
der,  nicht  zufrieden  bloß  der  allgemeinen  Reichsorthodorie  sich
zu  widersetzen,  einen  völligen  Aufruhr  gegen  den  Griechischen
Kaiser  erregte,  die  Regierung  der  ganzen  Gegend  an  sich  riß,
und  seine  Partie  so  furchibar  zu  machen  wußte,  daß  Griechen
und  Araber  dieselbe  nicht  bezwingen  konnten.  Dieser  von  der
großen  Kirche  getrennte  Haufen,  zu  dessen  Entstehung  der

Monotheletenstreit  Anlaß  gegeben  hatte,  erhielt  sich  bis  zu
Spittler's  sämmtl.  Werke.  II.  Bd.  13

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