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voll  Eifers  gegen  den  Arianismus,  bedachten  die  Heiligkeit
des  Nicaͤischen  Symbolums  nicht,  und  unterstanden  sich  durch
Einruͤckung  des  Worts  filioque  das  Symbolum  nach  ihrer
Meinung  noch  orthodoxer  zu  machen,  als  es  nach  bisherigem
Gebrauch  gewesen  war.  Von  den  Spanischen  Kirchen  kam
diese  vermehrte  Ausgabe  des  aͤltesten  ehrwürdigsten  Symbolums
  in  die  Fraͤnkischen  Kirchen,  und  da  zwischen  Franken
und  Griechen  wegen  dem  Interesse  der  beiderseitigen  Hoͤfe
eine  beständige  Verbindung  war,  der  Streit  wegen  der  Bilderverehrung
  zu  Gesandtschaften  Veranlassung  gab,  so  kam
auch  diese  Frage  in  Bewegung,  ob  es  recht  gewesen  sey,  dem
Nicäischen  Symbolum  einen  solchen  Jusatz  zu  geben.  Die
Lateinischen  Mönche  beförderten  endlich  den  ganzen  Ausbruch.
Sie  wallfahrteten  in  großer  Menge  nach  Jerusalem,  und
sangen  dort  unter  andern  gottesdienstlichen  Uebungen  das
Nicäische  Symbolum,  mit  dem  Zusatze  wie  sie  es  zu  Hause
wohl  gewohnt  waren.  Die  Griechen  wollten  dieses  nicht  leiden,
  und  die  Mönche  suchten  Hülfe  bei  Karl  dem  Großen.
Die  Sentenz  seiner  Reichsprälaten  siel  zwar  für  die  Mönche
aus,  aber  der  Rômische  Bischof,  ob  er  schon  das  Dogma
billigte,  mißbilligte  doch  die  gewagte  symbolische  Vermehrung,
und  in  den  Streitigkeiten  mit  den  Griechen  war  Johann
VIII.  so  offenherzig,  den  Zusatz  für  gotteslästerlich  zu  erklären,
  er  bat  sich  aber  für  diese  Fehler  der  Lateinischen  Kirche
Gedult  aus.  Im  zehnten  Jahrhundert  wußte  schon  niemand
mehr  bei  den  Lateinern  von  einem  andern  Nicäischen  Symbolum
  als  von  einem  solchen,  worin  silioque  stand.
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Geschichte  des  Bilderkriegs.

Doch  alle  andere  Streitigkeiten  dieser  Periode,  sowohl

in  der  Lateinischen  als  Griechischen-Kirche,  waren  gleichsam-