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nur  Zuckungen,  in  Vergleichung  mit  dem  färchterlichen  Sturm,
welchen  der  Bilderkrieg  veranlaßte.  Es  lag  nehmlich  schon
in  der  Denkungsart  der  Christen  des  fünften  Jahrhunderts)
daß  man  den  Bildern  heiliger  Männer,  besonders,  den  Bildern
  Jesu  und  der  Maria,  auferordentliche,  Hochachtungibe
wies.  Man  erzählte  sich  Wunderwerke,  die  bei  denselbenigeschehen
  seyen,  und  während  der  Monophysitischen  Streitigkeiten
  wurden  die  Gemälde  und  Statuen  der  Gortesgebährerinn
mit  einer  Art  von  Wetteifer  der  Orthodoren  und  Heterodoren
  verehrt.  Ein  Handlungsinteresse,  besonders  der  Mönche,
vereinigte  sich  damit,  sie  beschäftigten  sich  sehr  viel  mit  Malerei,
  und  konnten,  wenn  der  Aberglaube  des  Volks  recht
groß  war,  eine  beträchtliche  Anzahl  ihrer  Manufacturen  absetzen.
  Die  Meinung  war  ohnedieß  angenommen,  dasi  die
Heiligen  auch  noch  nach  dem  Tode  an  den  Angelegenheiten
dieser  Erde  und  der  Menschen  Theil  nähmen,  und  daß  ihr
Vorwort  bei  Gott  nicht  ohne  Wirkung  sey.  Wie  man  ihre
Reliquien  mit  kindischabergläubischer  Sorgfalt  zeigte,  so,  glaubte
man  auch,  ihnen  selbst  die  Ehre.  zu  erweisen,  die  ihren?  Bildern
  erwiesen  wurde.  Eigemliche  Anbetung  war:es,  zwar
nicht,  die  man  ihnen  erwies:  wenigstens  die  Klügeren  eiferten
dagegen;  aber  nachdem  der  Wundererzählungen  so  viele  wurden,
  durch  die  beständigen  metaphysischtheologischen  Streitigkeiten
  das  Wesentliche  der  Religion  immer  mehr  sich  verdunkelte,
  so  gieng  jener  anfangs  nur  unbestimmte  Aberglauben
endlich  in  eine  ganz  entschiedene  göttliche  Verehrung  über.
Die  eigentliche  Epoche  eines  solchen  Uebergangs  läßt  sich
nach  der  Natur  der  Sache  nicht  besiimmen.

Kaiser  Leo,  ein  „Prinz  von  vieler  Einsicht,  nahnt.  den
einreißenden  Unfug  wahr,  und  befahl  die  Bilder  in  der  Kirche
so  hoch  zu  stellen,  daß  wenigsiens  einc  gewisse  Art  der  aber-726

