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Constantin,  und  um  sich  in  der  Regierung  desto  mehr  zu  befestigen,
  nahm  sie  den  Bilderdienst  in  Schutz,  hielt  eine  große
Spynode  zu  Nicäa,  auf  welcher  beschlossen  wurde,  daß  man
dem  Kreuz,  den  Bildern  Christi  und  der  Maria,  der  Engel
und  der  Heiligen  eine  gortesdienstliche  Verehrung  erweisen
sollte;  daß  man  sie  küssen,  ihnen  räuchern  und  Lichter  anzuͤnden
  solle.  Der  Roͤmische  Bischof  nahm  die  Schluͤsse  der
Nicäischen  Synode  mit  Freuden  an.  Der  aufgeklärtere  Karl
der  Große  ließ  sie  in  einer  eigenen  Schrift  widerlegen,  und
rief  auch  in  seinen  Staaten  eine  große  Synode  zusammen,
wo  noch  einmal,  ungeachtet  alles  dessen  was  der  Remische
Bischof  beschlossen  hatte,  der  Bilderdienst  verworfen  wurde.
Mäßiger  blieben  die  Bischbfe  zwar  darin  als  die  Orientalischen

  Bilderstürmer,  daß  sie  die  Bilder  nicht  ganz  zum  Tempel

  hinaus  warfen,  aber  eben  diese  ihre  Mäßigung  wurde  das
Unglück  des  nachfolgenden  Zeitalters.

Auch  nach  der  zweiten  Nicäischen  Synode  war  doch  noch
nicht  Ruhe  im  Orient.  Die  Raserci  der  Bilderanbeter  war  gar
zu  ausschweifend,  als  daß  sie  nicht  jedem  vernünftigen  Regenten
  hütte  mißfallen  sollen,  sobald  dieser  den  geringsten
Versuch  machte,  sie  einzuschränken,  so  war  kein  Satansname
im  Alten  und  Neuen  Testament,  den  nicht  die  Monche  dem
Kaiser  gaben.  Selösi  zu  Constantinopel  —  man  hätte  doch
in  der  Residenz  nech  die  meiste  Aufklärung  erwarten  sollen
—  legte  man  den  heiligen  Statuen  die  neugebornen  Kinder
in  den  Arm,  daß  doch  in  diese  Kleinen  eine  geheime  Kraft
transpiriren  möchte.  Man  erbat  die  Bilder  zu  Taufpathen.
Die  Farbe  von  den  Gemälden  wurde  abgekratzt,  mit  dem
Abendmahlwein  vermischt,  auch  das  Abendmahlbrod  nicht
eher  genossen,  als  bis  es  eine  Zeit  lang  in  die  Hand  einer
solchen  heiligen  Statue  gelegt  worden  war.

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