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gebrauch  Nothwendige  anderwaͤrts  kuͤrzer  beisammen  hatte.
Der  Festtage  wurden  zwar  immer  mehrere,  und  die  Feier  des
Sonntags  wurde  immer  strenger  befohlen;  aber  das  Alles
diente  nur  dazu,  den  Aberglauben  zu  vermehren,  denn  jedes
neugeordnete  Fest  war  nur  Fest  einer  neuen  abergläubischen
Meinung,  gewöhnlich  nur  Gelegenheit  einer  neuen  Messe,
aber  nicht  eines  neuen  Volksunterrichts.

Das  einzige  Mittel,  das  etwa  noch  übrig  blieb,  dem
gänzlichen  Zerfall  der  Religion  unter  dem  Volk  zu  wehren,
war  die  Beichtanstalt,  und  von  dieser  Seite  betrachtet  war
es  zu  damaligen  Jeiten  in  der  That  nützlich,  daß  dem  Laien
eine  Aufzählung  einzelner  Sünden  zur  heiligen  Verbindlichkeit
  gemacht  wurde,  und  daß  man  ein  dreimaliges  Beichten
des  Jahrs  für  eine  der  nothwendigsten  Pflichten  des  Christer
hielt.  Durch  diese  Beichtanstalt  wurde  doch  nach  und  nack
auch  unter  dem  niedrigsten  Volke  mancher  Aberglaube  aus
gerottet,  wenn  auch  nicht  immer  aufgeklärte  Religionskennt
niß,  wenigstens  doch  einige  Ausübung  von  Moral  erhalten
aber  auch  dieser  erwartete  Nutzen  wurde  leider  bald  durch  di
Unwissenheit  und  den  Eigennutz  der  Priesier  äußerst  vermin
dert.  Der  Priester  betrachtete  die  Sünden  seines  Beichtkin
des  bloß  im  Verhältnisse  gegen  seine  Sündentare  und  wen
die  Sünde  auch  nicht  mit  Geld  abgekauft  wurde,  so  wurd
selbst  durch  die  anderen  Arten  von  Büßungen,  Psalmenbete
und  Fasten,  gar  keine  Besserung  bewirkt,  vielmehr  mußte  d
Ueberzeugung,  wie  leicht  man  einer  Sündenschuld  loswerde
könne,  nur  roher  und  gegen  das  Laster  unempfindlicher  me
chen.  Aus  allen  diesen  Umständen,  welche  so  unglücklich  z
sammentrafen,  läßt  es  sich  wohl  erklären,  warum  in  der  let
ten  Hälfte  des  neunten  und  in  der  ersten  Hüälfte  des  zehnte
Jahrhunderts  fast  alle  Moralität  so  ganz  verloren  wa