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Jahre  in  Jerusalem  die  Oberherrschaft  zu  erkaufen.  Der  zufällige
  Nutzen  wat  hier,  wie  in  vielen  andern  großen  Revo,
lutionen,  weit  beträchtlicher  als  der,  den  man  sich  zum  Jweck
gelmacht  hatte.

Man  giebt  den  Päbsten  gemeiniglich  Schuld,  daß  sie  aus
herrschsüchtigen  und  ehrgeizigen  Absichten  diese  Raserei  erweckt
hätten;  aber  kein  Menschenaug  konnte  wohl  von  Anfang  vor,
aussehn,  wie  sich  diese  Revolution  entwickeln  werde,  und  das
letzte  Resultat  derselben  war  doch  fatal  für  die  Päbste.  Die
Könige  wurden  durch  den  Ruin  ihrer  Vasallen  groß,  die  Verfassungen
  der  Reiche  erhielten  eine  festere  Consistenz,  die  ganze
Aufklärung  wurde  gerade  auf  eine  solche  Weise  befördert,
daß  die  Päbste  bald  oder  spät  nothwendig  dabei  verlieren
mußten.  Ueberhaupt  war  längst  zu  einer  solchen  Raserei  die
ganze  innere  Anlage  da,  daß  es  nur  noch  einen  leichten  Stoß
brauchte.  Wer  den  Pabst  Urban  II.  und  Peter  von  Amiens,
welche  diesen  letzten  Stoß  gaben,  nur  von  Ferne  her  kennen
gelernt  hat,  wird  sie  keiner  politischen  Absichten  beschuldigen.

Schon  seit  Karls  des  Großen  Zeiten  zogen  immer  Schaa,
ren  von  Pilgrimen  nach  dem  Orient,  und  so  lange  die  Araber
  Herrn  von  Palästina  und  Jerusalem  waren,  so  konnten
sie  für  eine  kleine  Abgabe  ihrer  Andacht  nach  Bequemlichkeit
pflegen.  Die  Araber  wurden  überhaupt  durch  ihre  wissenschaftliche
  Bemühungen  nach  und  nach  so  civilisirt,  daß  die
Christen  alle  gemäßigte  Freiheit  unter  denselben  genossen,  und
ihr  Religionseifer  nahm,  sobald  eigene  Secten  unter  denselben
entstanden,  sogleich  eine  andere  Richtung.  Aber  die  Araber
waren  bald  Sclaven  ihrer  Türkischen  Miethvölker  geworden.
Noch  während  daß  Gregor  in  Europa  despotisirte,  eroberten
die  Seldschjuken,  einer  der  mächtigsten  Türkischen  Stämme,
Sprien  und  Palästina.,  und  verfuhren  mit  aller  Schaͤrfe  ro-