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ren  alle  Sünden  gebüßt.  Um  Anlegung  guter  Magazine
  war  man  auf  dem  Marsch  gar  nicht  besorgt,  der  Pabst
hatte  in  seiner  Rede  auf  der  Clermonter  Synode  versichert,
daß  denen,  die  Gott  lieben,  gewiß  nichts  abgehen  werde:  sie
nahmen  also  wo  sie  fanden  und  dafür  rächten  sich  diejenige,
durch  deren  Länder  sie  zogen,  man  schlug  sie  todt,  wo  man
sie  in  kleinern  Haufen  antraf.

Gottfried  zog  mit  dem  auserlesensten  Heer  von  achtzigtausend
  Mann  durch  Teutschland  und  Ungarn,  setzte  über  die  Meerenge
  von  Gallipoli,  und  war  schon  im  Jahr  1007.  Meister
von  Nicäa,  wo  der  damalige  türkische  Sultan  von  Kleinassen
seine  Residenz  hatte.  Ueberall  Sieger  über  die  Türken,  zog
er  durch  Kleinasien  und  Syrien,  eroberte  die  wichtigsten  Plätze
für  die  Christen,  und  den  5ten  Jul.  1000  wurde  er  endlich
Herr  von  Ferusalem.  Wenn  man  nicht  wüßte,  wie  sehr  Religionsenthusiasmus
  den  Menschen  über  sich  selbst  erheben
kann,  so  mößte  man  die  Geschichte  dieses  ersten  Zuges,  der
im  einzelnen  so  voll  der  erstaunenswürdigsten  Begebenheiten
ist,  fast  ganz  auf  die  Rechnung  romanenhafter  Historiker  schreiben:
  aber  der  Romanenschreiber  dieses  Zeitalters  würde  nicht
erzählt  haben,  wie  schlecht  Peter  von  Amiens  seine  Rolle  ausgespielt
  habe.  "

s.2.

Fast  kein  Jahr  vergieng,  nachdem  einmal  feste  Besitzungen
  in  Palästina  gewonnen  waren,  daß  nicht  kleinere  oder
größere  Haufen  nach  diesem  Lande  der  Hoffnung  zogen.  Man
zählt  aber  gewöhnlich  nur  fünf  Hauptzüge.  Gottfried  von
Bouillon  gab  dem  ersten  Zug  seinen  Namen.  Den  zweiten
  machten  Kaiser  Konrad  III.  und  König  Ludwig  VII.
in  Frankreich.  Die  Nachricht  von  den  großen  Eroberungen

Nureddins,  Atabekischen  Sultans  von  Syrien,  hatte  die  from-15
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