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Abendtheurern  überwiltigt  zu  werden,  deren  Sitten  und  ganze
Art,  Krieg  zu  führen,  dem  Griechen  auffallend-schröcklich  war.
Schon  die  Veränderung  des  Teutschen  Klima  mit  dem  Syrischen
  mußte  tausenden  der  Teutschen  Ritter  nachtheilig  werden,
  und  gewöhnlich  nahm  man  auch  einen  Weg,  der  außer
der  damaligen  geographischen  Unkunde  schon  allein  durch
seine  Lünge  die  Armee  bis  zur  Hälfte  herabbringen  mußte.
Billig  hätte  immer  Aegypten  zuerst  angegriffen,  zuerst  erobert
werden  sollen,  um  von  dorther  Herrschaft  über  die  See  und
freieste  Zufuhr  aller  Lebensmittel  zu  behaupten.

In  Palästina  selbst  war  also  durch  zweihundertjährige
Kriege  kein  Land  für  die  Chrisiliche  Religion  erobert  worden,
  aber  der  einmal  rege  Rittergeist  hatte  sich  auch  gegen
andere  Länder  gewandt,  welche  bisher  noch  von  den  so  genannten
  Unglaubigen  besetzt  waren,  und  daurende  Besitzungen
  hier  erworben.  Die  Ritterzüge  nach  Spanien  und  Portugal
  waren  eine  mächtige  Unterstützung  der  dasigen  Chrisilichen
  Königreiche.  Heinrich  der  Löwe  unterwarf  sich  die
heidnischen  Wenden  in  Meklenburg  und  Pommern,  indeß
Kaiser  Konrad  III.  seine  Kreuzarmee  nach  Sprien  führte.
Auch  Preussen  ist  endlich  Land  der  Kreuzzüge  geworden,
und  eine  Ritterconsociation,  zu  welcher  Kaiser  Friedrichs  I.
Kreuzzug  die  nächüe  Veranlassung  gegeben,  hatte  sich  dort
durch  gewaffneten  Eifer  für  Chrisilichen  Glauben  ein  Fürstenthum
  erkämpst.

Unter  den  vielfältigen  Ritterconsociationen,  zu  welchen
besonders  die  Kreuzzüge  Veranlassung  gegeben,  haben  sich
vorzöglich  folgende  drei  auf  die  Nachwelt  berüpmt  gemacht.

9.  3.
Ritterorden.
Noch  ehe  die  Kreuzzüge  anfiengen,  hatten  sich  einige  Rit-