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ter  zu  Jerusalem  vereinigt,  der  armen  Pilgrime  in  einem  dasigen
  Hospitale  zu  pflegen.  Der  Schutzheilige  des  Hospitals
gab  ihnen  den  Namen  Johanniter.  Da  dieser  Krankenpfleger
  viele  wurden,  das  Hospital  große  Reichthuͤmer  erhielt,
so  entschloß  sich  der  Aufseher  desselben  mit  seinen  Bruͤdern
auch  im  Felde  gegen  die  Unglaubige  zu  dienen,  einen  Theil
seiner  Genossenschaft  in  den  Hospitaͤlern  als  Krankenwaͤrter
zuruͤckzulassen,  einen  Theil  zu  Predigern  in  den  Kirchen  des
Ordens  zu  bestimmen,  und  mit  den  übrigen  auf  eigene  Kosten
  zu  dienen.  Der  Pabst  bestätigte  die  fromme  Absicht,
und  als  sich  Palaͤstina  nicht  mehr  retten  ließ,  suchten  sie  von
Cypern  aus  den  Tuͤrken  Schaden  zu  thun.  Sie  erwarben
sich  endlich  Rhodis,  und  wie  ihnen  Suleiman  II.  auch  diese
Jusel  abdrang,  so  gab  ihnen  Karl  V.  Maltha.

Nicht  fuͤr  Krankenwartung  sondern  gleich  anfangs  allein
för  gewaffnete  Vertheidigung  gegen  die  Unglaubige  —  bestimmten
  sich  die  Tempelherrn.  Das  erste  Haus,  das
ihnen  König  Balduin  II.  in  seiner  Residenz  einräumte,  lag
ohnweit  dem  Tempel  Salomons.  Daher  ihr  Name.  Nur
kurze  Zeit  überlebte  dieser  Orden  den  unglücklichen  Zeitpunct,
wo  jeder  Ueberrest  Chrisilicher  Herrschaft  in  Paläsiina
vertilgt  wurde.  Seine  Reichthümer  reizten  die  Begierde
Milipps  des  Schönen,  Königs  in  Frankreich,  wie  etwa
vorher  ihr  Betragen  in  den  Händeln  mit  Bonifacius  seine
Rache  gereizt  hatte,  und  der  Pabst,  der  hier  die  ersten  Folgen
  seines  in  Frankreich  genommenen  Aufenthalts  kennen
lernte,  mußte  endlich  auf  der  Synode  zo  Vienne  ein  Opfer
bringen,  das  Philipp  noch  vor  dem  richterlichen  Synodalausspruch
  unbarmherzig  genommen  hatte.

Die  Teutschen  Ritter  entstanden  fasi  ein  Jahrhundert
später  als  beide  erstere  Orden,  weil  Teusschland  viel  später

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