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die  brauchbarsten  Werkzeuge  seiner  mehr  politischen  als  theologischen
  Absichten  genutzt,  aber  doch  war  jener  Eifer  noch
nicht  da,  welchen  der  durch  die  Reformation  erlittene  Verlust
weckte,  und  so  lange  Europa  noch  so  allgemein  gehorsam
war,  suchte  man  nicht  sehr  muͤhsam,  in  Asien  und  America
sich  zu  entschaͤdigen.  Was  es  aber  uͤberhaupt  wohl  fuͤr  ein
Christenthum  gewesen  seyn  mag,  das  in  dieser  Periode  neubekehrten
  Volkern  gepredigt  wurde?  Gewöhnlich  gehen  nicht
die  aufgeklärtesten  Theologen  auf  Misssonen;  und  was  waren
  selbst  auch  die  aufgeklärtesten  dieses  Zeitalters?  Der
Schuͤler  des  Missionarius  konnte  denn  doch  nicht  mehr  Christliche
  Religion  wissen  als  sein  Lehrer  selbst,  und  Heiden  des
vierzehnten,  fünfzehnten  Jahrhunderts  konnten  ihren  Aberglauben
  nicht  schneller  aufgeben,  als  die  des  achten  und
neunten.  «

Es  waͤre  dabei  noch  einer  eigenen  Untersuchung  werth,
ob  nicht  die  immer  mehr  steigende  Kosibarkeit  des  katholischen
Gottesdiensts  der  allgemeinen  Ausbreitung  des  Christenthums
schädlich  gewesen  sey,  und  ob  überhaupt  eine  Religionspartie,
  unter  welcher  die  Wissenschaften  mit  Erfolg  sich  zu  entwickeln
  anfangen,  großen  Missionseifer  noch  haben  könne.

Geschichte  der  Hierarchie  und  ganzen  gesellschaftlichen
Einrichtung  der  Chrisilichen  Kirche.
S.  7.
Investiturstreit  und  Concordat.
Am  Ende  der  vorigen  Periode  hatte  die  große  merkwürdige
  Revolution  angefangen,  durch  welche  vorzöglich  in

Teutschland  das  Verhältniß  der  Kirche  zum  Staat  entschieden
  werden  sollte.  Die  Kaiser  hatten  den  Bischöfen  Reichthamer

  und  Macht  zugeworfen,  und  wieder  die  weltlichen