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in  Behauptung  der  Kirchenfreiheiten.  So  bald  er  wußte,
daß  ihm  Pabst  Alexander  III.  beissehen  werde,  fieng  er  mit

em  König  den  Zank  wegen  der  Kirchenfreiheit  an,  wurde
lieber  fluͤchtig  aus  England  als  daß  er  nachgab,  kam  endlich
  wieder,  aber  wie  es  scheint  fast  nur  um  dem  Koͤnig  das
Leben  noch  bitterer  zu  machen,  und  im  Unwillen  entfielen
dem  Könige  die  Worte:  wenn  er  nur-  dieses  Satans  los.
wäre!

Vier  Ritter  hatten  dieses  kaum  gehört,  so  eilten  sie  in
die  Kirche,  wo  sie  den  Bischof  vermutheten.  Der  Bote  des
Königs,  der  nachgeschickt  wurde,  so  bald  man  die  Ritter  vermißte,
  traf  sie  zu  spät  —  vor  dem  Altar  lag  Thomas  Becket
ermordet.  Heinrich  war  trosilos  uber  die  Folgen  seiner  Un=  1170
vorsichtigkeit,  aber  ein  Römischer  Bannstrahl  solgte  dem  andern.
  In  seiner  eigenen  Familie  war  der  Koͤnig  seit  dieser
Zeit  nicht  mehr  sicher,  und  selbst  eine  Kirchenbuße,  fast  so
schmählich  als  Kaiser  Henrichs  IV.  war,  konnte  ihm  die
Ruhe  nicht  wieder  verschaffen.

So  war  die  ganze  Geschichte  des  Pabstthums  durch  das
zwölfte  Jahrhundert  hindurch  ein  Zug  von  Gewaltthätigkeit.
Bei  Gregor  VII.  wunderte  man  sich,  wie  er  sich  unterstehen
konnte,  den  Kaiser  in  Bann  zu  thun;  wenn  Alerander  III.
und  Coͤlestin  III.  ein  gleiches  thaten,  so  schien  die  Sache
schon  viel  bekannter,  und  doch  hatte  die  Bekanntheit  der  Sache
ihre  Wirkungen  nur  um  ein  weniges  gemildert.

Innocenz  IIl.  der  zu  Anfang  des  dreizehnten  Jahrhunderts
  regierte,  wurde  endlich  vollkommen  was  sich  Gregor
VII.  zu  werden  gewünscht  hatte.  Die  Teutschen  zankten  sich
wer  ihr  König  seyn  sollte:  ob  Philipp  von  Schwaben  oder
Otto  von  Braunschweig?  Innocenz  spielte  den  Mittelsmann,
versicherte  sich  der  Vortheile  von  beiden  Partien,  und  blieb