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und  reiche  Benedictinermönche  konnten  bei  so  vielen  liegenden
  Gütern,  die  sie  hatten,  gegen  die  Gnade  und  Ungnade
der  Koͤnige  nicht  ganz  gleichgültig  seyn,  sie  wagten  es  also
nicht,  nach  jeder  Laune  des  Pabsis  sich  zu  empören,  aber
der  Mönch,  dessen  ganzes  Vermögen  eine  braune  Kutte  oder
ein  Bettelsack  war,  konnte  nichts  verlicren;  er  konnte  trotzen
  wie  Diogenes  in  seiner  Tonne.

Durch  sie  wirkte  der  Pabst  selbst  auch  auf  die  Universitäten,
  welche  sich,  sonst  bald  als  geschlossene  privilegirte  Gesellschaften
  fühlen  igelernt  hätten,  und  bei  der  glücklichen  Unabhängigkeit,
  welche  ihnen  theils  ihr  Ruf  theils  auch  die
ganze  Art  ihrer  Einkünfte  versicherten,  entschlossene  Gegner
des  päbstlichen  Despotismus  geworden  waren.  Aber  Bettelmönche
  drangen  sich  in  die  theologischen  und  philosophischen
Facultäten,  widersetzten  sich  jedem  einmüthigen  Schlusse,  der
gegen  eine  päbstliche  Usurpation  gefaßt  werden  sollte,  und
beschwuren  jede  Facultätsstatuten  und  jede  Universitätsgesetze
immer  nur  salva  ordinis  regula,  in  welcher  Gehorsam  gegen
den  Pabst  immer  mit  begriffen  war.

Selbst  auch  die  Wissenschaften,  für  welche  doch  sonst
hie  und  da  noch  die  Stistung  eines  neuen  Ordens  und  neuer
Klöster  vortheilhaft,  war,  litten  durch  diese  neue  Mönchsgattung
  in  der  ersten  Zeit  großen  Schaden.  Bei  der  rastlosen
  Thätigkeit,  womit  sie  sich  überall  cindrangen,  und  aller
Fächer  bemeisterten,  entstand  nicht  nur  bei  allen  übrigen  Orden
  eine  Art  von-Muthlosigkeit,  deren  erste  Quelle  zwar  in
dem  eigenen  Zerfall  eines  jeden  solchen  Ordens  lag,  deren
unheilbare  Verschlimmecrung  aber  die  unglöckliche  Thätigkeit
dieser  Bettelmönche  veranlaßzte,  sondern  die  Wissenschaften
selbst  litten  auch  eine  Veränderung,  welche  bei  diesen  neuen
Lehrern  unvermeidlich  erfolgen  mußte.  Sie  brachten  ihr  Or-