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Regierungen,  welche  fuͤr  den  uͤbrlgen  Zustand  von  Europa
zum  Vortheil  des  Pabsts  vortrefflich  sich  schickten.  In  England
  war  auf  den  paͤbstlichen  Vasallen  Johann  ohne  Land
sein  schwacher  Prinz  Henrich  III.  gefolgt,  dessen  drei  und
fünfzigjährige  Regierung  ganz  jener  Zustand  fortdaurender
politischer  Schwäche  war,  in  welchem  die  Päbste  von  jeher
am  sichersten  wirken  konnten.  Ludwig  IX.  der  Heilige  sorgte
zwar  in  Frankreich  durch  mehrere  weise  Gesetze  für  die  sicherere
  Gründung  der  königlichen  Gewalt,  für  die  Unabhängigkeit
  und  Ruhe  seiner  Kirche  und  für  die  bessere  Verfassung
derselben,  aber  zwei  unglückliche  Kreuzzüge  verhinderten  ihn,
einen  Plan  durchzuführen,  dessen.  Grundlinien  er  bloß  zeigte,
und  nie  ist  es  wohl  überhaupt  noch  ein  König  der  Heilige
gewesen,  der  Staat  und  Kirche  ins  rechte  Verhältniß  gesetzt,
und  durch  planmäßig  ausgeführte  Veranstaltungen  die  Kirche
seines  Neichs  von  der  Rhmischen  Abhängigkeit  zu  befreien
gewußt  hätte.  ,  ·

So  gesichert  war  demnach  Roms  Hierarchie  in  der  letzten
  Haͤlfte  des  dreizehnten  Jahrhunderts  nach  allen  aͤußern
Verhaͤltnissen,  aber  wie  bei  allen  Regierungen,  deren  Wohlstand
  doch  immer  mehr  auf  persoͤnlichen  Verhaͤltnissen  als
auf  innern  Einrichtungen  beruht,  der  Zeitpunct  des  Zerfalls
mit  dem  Zeitpunct  des  hoͤchsten  Flors  unmittelbar  zusammengraͤnzt,
  so  folgten  unmittelbar  auf  diese  herrlichen  hierarchischen
  Einrichtungen  Mißhandlung  des  Pabst  Bonifacius
  und  fiebzigjährige  Gefangenschaft  des  heiligen
  Vaters  in  Frankreich.

·  S.t(-.  *
Geschichte  der  Händel  Philipps  des  schönen  mit  Bonifaz  VIII.

Pabst  Bonifaz  VIII.,  gewaltthätig  ohne  politische  Einsicht,
  und  mehr  von  Leidenschaft  als  von  planmäßigem  Ehr-