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gungen  voll  Klagen  über  gegenwärtige  Zeiten  und  voll  schbner
  Heffnungen  auf  die  Zukunft  waren.  Drei  große  Perioden
  seyen  für  die  Welt  bestimmt:  die  zwei  erstern,  noch  sehr
mangelhaft  und  unvollkommen,  die  Regierungsperiode  des  Vaters
  und  des  Sohns;  die  dritte,  in  welcher  der  heilige  Geist  rez
gieren  werde,  sey  viel  herrlicher,  und  frei  von  allen  den  drückenden
  Lasten,  unter  welchen  sie  itzt  seufzen  müßten.“  Die
Roͤmische  Kirche  sey  das  Babel,  das  erst  noch  zersibrt  werden
  müsse,  und  ihr  Fall,  der  bald  bevorstehe,  sey  der  Anfang
der  Heiligengeistsperiode.

Da  die  Paͤbste  nicht  nach  dem  Sinne  der  strengern
Franciscaner  sprachen,  so  ergriffen  diese  die  Prophezeihung
des  Abbts  Joachim,  und  schilderten  es  als  die  letzte  Wuth
des  antichristlichen  Thiers,  daß  man  den  Franciscaner  nicht
arm  seyn  lassen  wolle.  Sie  fanden  in  ihrem  heiligen  Franz
von  Assisi  isi  den  apokalyptischen  Engel,  der  ein  neucs  Evangelium,
  das  ist,  die  Franciscanerregel  verkuͤndigend,  mitten
durch  den  Himmel  fliege.  Einer  der.  strengen  Franeisanermduche
  schrieb  eine.  Einleitng  in  .  Weissagungen  des
Abbt  Joachim,  welche  noch  fanatischer  war,  als  Joachims
Prophezeihung  selbst.  Vorher  hatte  man  den  heiligen  Franz
dem  Herrn  Christo  nur  an  die  Seite  gesetzt,  aber  Gerhard
in  seiner  Introduction  prophezeihte,  daß  das  Evangelium  Christi
  nur  noch  bis  auf  das  Jahr  1260  halten  koͤnne,  alsdenn
werde  das  vollkommenere  Evangelium  des  Franz  von  Assisi
eingeführt  werden,  und  die  Apostel  des  neueren  Eoangeliums
seyen  die  sirengeren  Franciscaner,

Des  Pabsis  wurde  in  allen  diesen  apokalyptischen  Commentarien
  gar  nicht  ehrenvoll  gedacht,  und  so  oft  wieder  eine
Bestätigung  der  gelindern  Eregese  von  Rom  kam,  so  fanden