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Stand  gesetzt,  seine  Candidaten  zu  produciren.  Doch  auch
hier  wußte  sich  der  sinnreiche  Pabst  zu  helfen.  Noch  ehe  der
Bischof  todt  war,  schickte  er  eine  Bulle,  daß  er  auf  diesen
Fall  einen  Mann  im  Herzen  habe,  bei  welchem  die  Kirche
recht  wohl  versorgt  seyn  wuͤrde;  sie,  sollten  also  nicht  wählen,
es  sey  schon  vorlävfig  dafür  gesorgt.

So  zärtlich  besorgt  waren  die  Pöäbsie  anfangs  1%  nur  hie
und  da  für  einzelne  Bisthümer  oder  andere  ansehnliche  große
Stellen;  endlich  aber  reservirten  sie  sich  ganze  Classen  von
Beneficien,  schickten  den  Mann  nicht  einmal  an  Ort  und
Stelle  hin,  sondern  conferirten  die  reichsten  Bischofsstellen
ihren  Cardinälen  und  diesen  mußten  die  Einkünfte  nach
Avignon  geschickt  werden.  Bisthümer  und  Abteien,  und  was
irgend  ansehnliche  geistliche  Stellen  waren,  wurden  zu  Avignon
  verauctionirt,  und  weil  der  Erlös  doch  noch  nicht  hinreichend
  war,  alle  Bedürfnisse  des  glänzenden  päbstlichen
Hofs  zu  bestreiten,  so  bat  sich  der  Pabst  einen  Theil  der
Einküönfte  der  vacirenden  geistlichen  Stellen  aus.  Jeder,  den
der  Pabst  zu  einer  Stelle  beförderte,  konnte  doch  nicht  viel
dagegen  einwenden,  wenn  er  ein  halb  Jahr  oder  ein  Jahr
umsonst  dienen,  und  die  Einkünfte  dieser  Zeit  dem  Pabst  lassen
  sollte.

Die  Klagen  über  den  päbsilichen  Hof  und  das  Aergerniß
  an  den  Sitten  desselben  wurde  von  dieser  Zcit  an  allgemein.
  Der  Pabst  hatte  itzt  nicht  mehr  bloß  die  Fürsten  gegen
  sich,  sondern  die  Geistlichkeit  klagte  und  wünschte  sich
die  Hülfe  der  Fürsien,  um  solcher  Bedrückungen  los  zu  werden.
  Die  Kirchen  wurden  wegen  den  schweren  päbftlichen
Tributen,  verschuldet.,  Die  kurze  Regierung  eines  manchen
Bischofs  reichte  kaum  so  weit,  um  die  Gelder  zu  gewinnen,
welche  er  zu  Ausfertigung  der  päbsilichen  Confirmation  und