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Gewissen  aufs  neue  zum  Anhaͤnger  des  Pabsis.  Was  vermag
  nicht  ein  religiöser  Hang,  der  uns  mit  den  ersten  Jahren
  der  Erziehung  beigebracht  worden,  und  der  durch  Gegenstaͤnde
  die  uns  bestaͤndig  umgeben,  verstaͤrkt  wird!  Man
wußte  in  ganz  Teutschland,  daß  die  pöbstliche  Ercommunication
  bloß  Werk  des  Königs  von  Frankreich  sey,  der  Teutschland
  zu  Grund  zu  richten,  Italien  von  Teutschland  abzureißen
suche:  die  Erzählung  von  der  Lebensart  der  Päbste  in  Avignon
  war  nicht  nur  unter  den  Großen  bekannt,  sondern  sogar
Volkssage,  und  es  war  unerhört,  daß  sich  Johann  XXII.
nicht  einmal  so  weit  herab  ließ,  seine  Ercommunication  dem
Kaiser  kund  zu  thun,  sondern  dieselbe  bloß  an  den  Kirchenthüren
  zu  Avignon  anschlagen  ließ.  Siebenmalige  Gesandtschaften
  Ludwigs  nach  Avignon  waren  fruchtlos,  und  doch
hatte  der  päbsiliche  Bann  in  Teutschland  Folgen,  welche  selbst
auch  ein  entschloßnerer  Kaiser  als  Ludwig  war,  nicht  würde
haben  verhindern  können.

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§  .  20.
Pisanische  und  Costnitzer  Synoden.

1377  Da  man  sich  endlich  dem  gluͤcklichen  Zeitpunct  nahe
sah,  daß  der  Pabst  wieder  beständig  in  Rom  bleiben  würde,
so  entstand  eine-zwistige  Pabstwahl,  welche  der  Welt  erst
zwei  Päbste  schenkte,  und  das  einzig  wirksam  scheinende
Hölfemittel,  das  man  versuchte,  wurde  die  Mutter  eines  dritten.
  Einer  dieser  Päbste  blieb  gewöhnlich  in  Italien,  der
andere  war  in  Frankreich,  und  ein  dritter  verkroch  sich  endlich
  in  einen  Winkel  von  Spanien.  Ein  Pabst  that  den  andern
  in  Bann.  Wen  der  eine  Pabsi  segnete,  dem  fluchte
der  andere,  und  die  Menschen  wurden  endlich  zu  der  Einsicht
  gezwungen,  daß  Segen  und  Fluch  eines  Pabsts  keine
besondere  Kraft  haben  müsse.  Aber  wer  sollte  sich  des  Zu-