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nach  dem  Sinn  der  Synode  nicht  fuͤgen  wollte,  sollte  Johannes
  XXIII.  Schicksal  haben.  Aber  Sigund  lebte  nicht
mehr,  der  dem  Synodalschluß  haͤtte  Nachdruck  geben  koͤnnen.
Alberts  Regierung  war  viel  zu  kurz,  und  gewiß  haͤtte  er  keinen
  Nachfolger  haben  koͤnnen,  bei  welchem  man  ihn  mehr
vermissen  mußte,  als  den  schlaͤfrigen  Friedrich  III.

Schon  hatte  Teutschland  die  vortheilhaften  Basler  Decrete
  feierlichst  angenommen,  Annaten,  Reservationen  und
Exspectativen  verworfen,  so  zernichtete  der  Kaiser  selbst,  vom
schlauen  Aeneas  Sylvius  gelenkt,  die  nützlichsien  Wirkungen
dieses  Entschlusses.  Man  räumte  durch  seine  Vorforge,  in
Concordaten  zu  Wien  geschlossen,  dem  Pabst  Entschädigun=  1447
gen  ein,  wodurch  ein  großer  Theil  des  gewonnenen  wieder
aufgegeben  wurde,  und  man  vergaß  noch  übirdietz  in  kurzem,
daß  jene  Wiener  Concordate  bloß  Ausnahmen  von  den  wahren.
  Concordaten  Teutschlands,  von  angenommenen  Basler
Decreten  seyen.

Die  Franzoͤsische  Kirche  behauptete  sich  eine  Zeit  tang:
bei  ihrer  ungekränkten  Annahme  der  Basler  Decrete  auf  der
Versammlung  zu  Bourges;  aber  hier  zernichtete  doch  endlich  1430
auch  königliche  Politik  das  Werk,  das  in  Teutschland  die
Schläfrigkeit  des  Kaisers  hatte  zu  Grunde  gehen  lassen.

.  22.

So  hatte  man  demnach  dem  Pabst  wohl  gezeigt,  was
man  thun  könnte,  und  sowohl  der  Schrecken  solcher  Versuche
als  auch  der  Einfluß  der  endlich  wieder  emporkommenden
schönern  Wissenschaften  schienen  die  päbstliche  Regierung  zuletzt
  so  glöcklich  mildern  zu  müssen,  daß  sich  die  beklagtesten
Mißbräuche  leichter  durch  die  Zeit  selbst  verlieren  würden  als
durch  versuchte  Resormationen.  Aber  gerade  in  keinem  Jahrhundert
  saßen  schändlichere  Menschen  au'ber  **nm  des  Chri-1

