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der  Entstehung  des  protestantischen  Lehrbegriffs  (Leipz.
1791.  zweite  verbesserte  Aufl.)  verbunden  mit  Robertsons
  Geschichte  von  Schottland  und  eben  desselben  Geschichte
  Karls  V.,  wird  die  meiste  Aufklärung  verschaffen,
  und  jeden  gefuͤhlvollen  Leser  auf  die  Briefe  der
Reformatoren  aufmerksam  machen.  Burnets  Resormationsgeschichte
  von  England  ist  nach  diesen  das  interessanteste
  Werk  über  diese  Periode.  Ohnediesß  ist  eine
allgemeine  Reformationsgeschichte  immer  ein  minder
nützliches  und  nur  halb  wahres  Werk.  Man  muß  alle
in  einander  laufende  Fugen  der  vorhergehenden  politischen
und  kirchlichen  Verfassung  einen  jedes  einzelnen  Landes
wissen,  wenn  man  ganz  wahre  Reformat.  Gesch.  haben
will.  «  .
Weismanns  Kirchengeschichte  wird  eigentlich  erst  von  diesem
  Zeitpunct  an  recht  schätzbar.  Bossuet  (histoire
des  variations)  hat  in  boͤser  Absicht  viel  gutes  und
wahres  gesagt;  unter  seinen  Widerlegern  zeichnet  sich
Basnage  vortheilhaft  aus.

§.#  1.
Luther  eifert  gegen  den  Ablaß.  Kommt  in  Bann  und  Acht.

Auf  der  neuen  Universität  Wittenberg  befand  sich  ein
frommer  Augustinermönch,  als  Professor  der  Theologie,  D.
Martin  Luther,  welchen,  gleich  wie  er  hier  auftrat,  sein
Eifer  gegen  die  damalige  Philosophie  und  für  Eregese,  wie
überhaupt  fuͤr  allgemeineres  Bibelstudium,  zum  Schbpfer  einer
  neuen  Denkungsart  seines  Zeitalters  zu  machen  schien.
Wenn  der  eifrig  fromme  Mann  Beichte  saß,  so  brachten  ihm
oft  seine  Beichtkinder  Indulgenzzettel  von  einem  in  der  Nähe
brandschatzenden  Ablaßkrämer  Tetzel,  und  glaubten  damik
ihrer  Sündenschuld  los  zu  seyn.  Wie  gewaltig  das  den