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seyn,  als  bei  Verfertigung  dieser  symbolischen  Schrift,  wodurch
  die  Partien  unter  den  Lutherauern  vereinigt,  und  manche
bisher  ungewisse  Gränzen  zegen  die  Reformirten  festgesetz
werden  sollten.

Als  sich  endlich  sechs  der  angesehensten  Lutherischen  Thee
logen  im  Kloster  Bergen  bei  Magdeburg  versammelten,  um
einen  das  Jahr  vorher  zu  Torgau  gemachten  Aufsatz,  der
unterdeß,  Erinnerungen  darüber  zu  hoͤren,  an  den  Hoͤfen  herumgeschickt
  worden  war,  vollends  ins  Reine  zu  bringen,  so
siegte  doch  fast  gewöhnlich  der  betriebsame  Andreä,  und  von
den  übrigen  machte  sich  nur  Chemnitz  so  wichtig,  daß  seine
Meinung  in  einigen  Artikeln  beibehalten  wurde,  Wie  zuletzt
die  Schrift  bis  zum  Einsammeln  der  Unterschriften  fertig
war,  ach  so  war  es  leider  gat  nicht  Vereinigungs
formel.

§.  12.
Wirkungen  der  Bergischen  Concordienformel.

Die  Reformirten,  welche  sich  bisher  von  bielen  Lutheraͤ-nern
  als  Halbbrüder  betrachtet  sahen,  konnten  bei  Ausstellung
  eines  solchen  Symbols  nicht  gleichgültig  bleiben,  durch
welches  sie  von  allem,  was  ächtlutherisch  seyn  sollte,  so  merklich
  ausgeschieden  wurden.  Melanchthons  war  offenbar  in
der  neuen  spmbolischen  Schrift  zu  wenig  gedacht;  sollten  seine
Schuͤler  über  den  Undank  nicht  trauern,  den  dieser  große
Mann,  noch  ehe  er  zwanzig  Jahre  lang  todt  war,  von  eifersüchtigen
  Schülern  Luthers  erfahren  mußte?  Wie  mauche:
Gemeine  würde  wohl  nie  ganz  zur  reformirten  Partie  übergetreten
  sehn,  wenn  man  nicht  alle  Melanchthonische  Neutralitat
  zum  Verbrechen  gemacht  haͤtte!  Politische  Eifersuckt
der  protestairtischen  Hoͤfe  unter  einander  gab  vielleicht  den,
Theologen  in  andern  Ländern  die  nächste  Veranlassung,  sich

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