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dafuͤr  zu  raͤchen,  daß  bei  der  letzten  Revision  ihre  Erinnerungen
nicht  befolgt,  zu  der  Ausfertigung  selbst  ihre  Gegenwart  nicht
erbeten  wurde.  Und  immer  gieng  es  doch  noch  in  Teutschland
  am  besten.  In  Daͤnemark  wurde  dieses  neue  symbolische
  Buch  als  verbotenes  Buch  behandelt,  und  noch  weniger
wollte  die  kluge  Koͤniginn  Elisabeth  in  England  davon  wissen,
  so  wenig  sie  auch  sonst  die  Genfische  Partie  liebte.

Der  Historiker  bekümmert  sich  nicht  um  die  Richtigkeit.
der  in  diesem  Buch  seinbestimmten  Sätze,  aber  die  Bemerkung
  kann  ihm  nicht  entgehen,  daß  nach  der  Entstehung  allzugenaubestimmender
  Symbole  der  Zustand  einer  jeden  Kirche
immer  höchst  traurig  ist.  Die  Geschichte  der  Lutherischen
Kirche  von  den  Zeiten  der  Concordienformel  bis  auf  die  Erscheinung
  des  freimüthigern  Kalirtus  —  welche  dürre  unfruchtbare
  Wüste  ist  sie  nicht?  und  wie  viel  hat  es  nicht  der
so  genannten  reformirten  Kirche  genützt,  daß  sie  erst  ungefähr
  vierzig  Jahre  später  zu  einer  gleich  gesetzmäßigen  Bestimmung
  gewisser  dogmatischer  Hauptpuncte  schritt.  Die
nachfolgende  Geschichte  derselben  kann  in  der  Parallele  mit
der  bisber  erzählten  Geschichte  der  Lutherischen  Kirche  zu
manchen  ähnlichen  Bemerkungen  Veranlassung  geben.

Geschichte  der  Reformirten  Kirche  bis  auf  die  Synode
  von  Dordrecht  1618.

g.  13.

Schelbungen  der  Zwingliauer  von  den  Lutheranern.  Calvin,
Stister  einer  neuen  Kirche.

Ulrich  Zwingli,  der  gewoͤhnlich  als  der  erste  Stifter
der  Reformirten  Kirche  angeschen  wird,  war  eigentlich  noch
nicht  Stifter  einer  besondern  Kirche.  Er  war  ein  reformirender
  Theolog,  der  in  vielen  Puncten  anders  dachte  als  Luther,