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dogmatische  Meinungen  der  Genfer  gangbar  werden,  aber
dem  Geist  dieser  Partie  blieben  alle  Zugänge  versperrt.

Offenbar  hat  sich  die  Reformirte  Kirche  noch  weiter  von
den  Meinungen  und  Gebräuchen  der  Romischen  Kirche  entfernt
  als  die  unsrige,  und  doch  hat  sich  bei  ihr  viel  früher
wieder  etwas  Pabsithumartiges  entwickelt  als  bei  uns:  Alle
Aufklärung  der  Lutherischen  Kirche  hieng  einzig  von  Teutschland
  ab,  die  Aufklärung  der  Reformirten  Kirche  aber  wurde
durch  die  abwechslenden  und  vereinigten  Bemühungen  der
Teutschen,  Niederländer,  Franzosen  und  Engländer  befördert.
Ist  es  ein  Wunder,  daß  sie  die  Wirkungen  der  Dordrechter
Synode  nicht  so  lange  fort  empfanden,  als  wir  die  Entstehung
  unserer  Concordienformel?

Möchte  die  alte  Kirche,  von  welcher  sich  die  zwei  großen
Partien  trennten,  nur  diejenigen  elenden  Ueberreste  von  theologischer
  Freiheit  behalten  haben,  welche  sie  noch  zu  Luthers
Zeiten  besaß:  aber  wie  läßt  sich  dieses  in  einer  Monarchie
denken,  wo  sich  der  Regent  gegen  jede  Gefahr  der  Erschütterung
  seines  Throns  gewöhnlich  nur  durch  einen  noch  strengeren
  Despotismus  schützt.

Geschichte  der  alten  (Katholischen)  Kirche  bis  zur
Vollendung  der  Trienter  Synode.

*'s

Wirkung  der  Resorm,  auf  die  Kath.  Kirche.  Leben  der  Päbste.

Die  alte  Kirche  hätte  von  Luthers  und  Zwingels  Reformation
  auch  bei  ihren  getreuen  Söhnen  die  wohlthätigsten
Wirkungen  erfahren  können,  wenn  sie  nicht  ihrem  alten  unglücklichen
  Grundsatz  gefolgt  wäre,  jede  bisher  gleichgültige
Meinung,  welche  der  Ketzer  nach  ihrer  gangbaren  Form  nicht
billigte,  in  einen  unverletzlichen  Glaubensartikel  zu  verwan-