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narische  Macht  durch  die  Reformation  so  sehr  erschuͤttert
worden  war.  Sie  wußten  jene  kuͤnstliche  Mischung  von  Licht
und  Finsterniß  hervorzubringen  und  zu  erhalten,  durch  welche
sich  das  Pabstthum  seit  Luthers  und  Calolns  Zeiten  allein
noch  retten  konnte.  Sie  verbanden,  besonders  zum  Schaden
mancher  Teutschen  Provinz,  den  politischen  Vortheil  der  Fuͤrsten
  so  genau  mit  der  Katholischen  Religion,  daß  sich  nicht  leicht
ein  vornehmer  Proselyt  finden  lassen  wird,  welchem  nicht
dieses  von  einem  Jesuiten  begreiflich  gönacht  wurde.

Die  Fundamentaleintheilung  des  Ordens  in  Professen
und  Rectoren  der  Collegien  nebst  dem.  schkauen  Correspondenzzusammenhang,
  der  zwischen  der  Direction  des  Ordens  und
seinen  Mitgliedern  statt  hatte,  enthält  größtentheils  die  Erklaͤrung
  der  Moͤglichkeit  eines  solchen  Phanbmens  als  die
Geschichte  dieses  Ordens  ist.  Die  bespotisch  söuveraine  Ge,
walt  des  Ordensgenerals,  der  sich  beständig  zu  Rom  aufhal.
ten  mußte,  und  die  schkaue  Auswahl  ihrer  Mitglieder  allein
wuͤrden  nicht  hinreichend  gewesen  seyn,  die  Jesuiten  vor  dem
allgemeinen  Schicksal  aller  solcher]  Gesellschaften  so  lange  zu
schuͤtzen.

Eine  der  ersten  Scenen,  wo  die  Jesuiten  als  Hauptacteurs
  auftraten,  war  die  Synode  zu  Trient.

H-  23.
Geschichte  und  Wirkungen  der  Trlenter  Sprode.

Die  Reformatoren,  ehe  sie  ganz  Tag  sahen,  hatten  si  ch
nach  damaligem  Herkommen  von  einer  allgemeinen  Spynode
viel  versprochen,  und.  auch  bie  meisten  der  Patrioten  der  Katholifchen
  Kirche,  welchen  der  Moͤnch  zu  Witktenberg  gar  zu
brausenb  geschienen  hatte,  hielten  dieses  Mittel  noch  für  das
einzige,  wie  einer  gänzlichen  Trennung  geholfen  werden  bönw.
te.  Die  Kdinge  waren  nicht  dagegen,  sie  konnten  bei  einer