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tik  war  durch  alle  nur  moͤgliche  hierarchische  Kuͤnste  so
verwahrt,  daß  kaum  der  schwächste  Strahl  dieses  Lichts  dieselbe
  ein  wenig  erhellen  konnte.  Der  Pabst  war  am  Ende
der  Trientischen  Synode  noch  eben  der  Pabst,  der  er  zu  Lutbers
  Zeiten  war:  die  Habsucht  der  Könige  hatte  er  hie  und
da  durch  Concordate  gestillt,  und  die  Könige  brauchten  ihn
als  eine  nützliche  Spielwaffe,  um  manchmal  ihrem  Gegner
wehe  zu  thun,  manchmal  die  Kirche  ihres  Landes  desio  gesetzmäßiger
  in  Contribution  zu  setzen.  Selbst  der  schändliche
Fndulgenzen-  Mißbrauch,  welcher  die  Reformation  veranlaßt
hatte,  war  nicht  abgeschafft  worden,  und  was  hie  und  da  in
den  Schlüssen  der  Trienter  Synode  gegen  andere  einzelne
Mißbräuche  erinnert  wurde,  war  elendes  Palliativ  für  einen
unheilbaren  Krebsschaden.

Am  traurigsten  stand  es  unstreitig  immer  in  der  Teutschkatholischen
  Kirche.  Ach  wie  selten  die  Cassander  waren,
und  wie  hohen  Werth  der  Pabst  darauf  setzte,  wenn  er  et—-wa
  auf  einige  Zeit  den  Laien  den  Abendmahlkelch  wieder
vergönnte!  Keine  einzige  Teutsche  katholische  Universität  hob
sich  in  diesem  Zeitalter  so  glücklich,  daß  sie  mit  Wittenberg
oder  mit  Genf  nur  einigermaaßen  verglichen  werden  könnte.
Kein  einziger  epochemachender  Gelehrter  bildete  sich  auf  einer
derselben.  Die  alten  längst  vor  der  Reformation  gestifteten
  Universitäten  waren  meisi  ein  Eigenthum  der  Bettelmönche,
  die  nen  gestifteten  der  Jesuiten.

Geschichte  der  Lutherischen  Kirche  von  den  Zeiten  der
Concordienformel  bis  zu  Ende  des  vorigen  Jahrhunderts
  oder  bis  zu  der  Pietistenepoche.

§.  95.
Streitigkeiten  nach  der  Concordiensormel.  Joh.  Arnd.

Es  war,  wie  die  Geschichte,  gleich  nach  Bekanntwerdung