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noch  unterstanden  ihn  oͤffentlich  anzugreifen,  bis  ein  elender
unbedeutender  Diakonus  zu  Nordhausen,  Dilfel  d,  den  Vorläufer
  dieser  Helden  machte,  und  den  Streit  wegen  der  theologischen
  Fähigkeit  eines  Unwiedergebornen  anfieng.  .  Doch
noch  schämte  sich  irgend  einer  der  stillen  Mißbergnägten  hervorzutreten,
  ehe  die  Geschichte  mit  den  Leipziger  Magistern
ausbrach:  was  sie  aber  alsdann  alles  mit  einem  mal  'an  dem
Manne  fanden,  wie  sie  ihn  zerplagten,  wie  viele  Kehzernamen
er  erhielt!  Schon  im  Jahre  1708  machte  D.  Fecht  in  einer
gedruckten  Disputation  zu  Rostock  die  Sache  sehr  bedenklich,
wenn  man  der  sel.  Spener  sagen  wolle,  und  Joh.  Bened.
Carpzov,  welcher  ihn  vorher  oft  einen  theuren  Gottesmann
genaunt  hatte,  fand  nun  in  ihm  einen  Spinozisten.

.  30.

Solche  Recidive  des  menschlichen  Geistes,  als  wir  in  der
bisher  erzählten  Geschichte  der  Lutherisch  n  Kirche  wahrnehmen,
können  weder  als  allgemeine  Beweise  des  menschlichen  Verderbens
  noch  als  eigenthü  inliche  Schwaͤchen  der  Theologen  bes
trachtet  werden,  die  Nothwendigkeit  einer  solchen  Erscheinung
lag  schon  in  der  Richtung,  welche  einmal  die  ganze  Litteratur
genommen  hatte.  Abgewandt  von  historischen  und  philokogischen
  Untersuchungen,  bei  welchen  der  zewig  forschende  Geist
des  Menschen  unerschöpflichen  Vorrath  findek,  hatte  man  sich
eine  gerisse  Gattung  von  Thilosephie  zum  Hauptgeschäfte  gemacht,
  deren  Entwicklung  nie  unsch  idlich  die  ganze  Thätigkeit
und  das  ganze  Leben  eines  Menschen  viel  weniger  eines  ganzen
  Feitalters  beschiffigen  kann.  Unser  kaltblütigeres  Zeitalter
hat  nun  wohl  aus  dem  Schaden  vorhergehender  Zeiten  gelerut,
daß  man  in  dieser  ontologisirenden  Philosophie  kaum  einen
Schritt  thun  kann,  ohne  schon  an  der  Gränze  zu  seyn,  über-25“

