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§.  33.

Entwicklung  des  Presbpterianismus  in  England.  Independenten.
Quaͤcker.

Waͤhrend  daß  die  Theologen  zu  Saumur,  gar  nicht  mit
Beifall  ihrer  Niederlaͤndischen  und  Schweizerischen  Glaubensgenossen,
  mannichfaltige  Verbesserungen  wagten,  so  arteten
die  Genfischen  Meinungen  bei  den  Engländern  in  einen  Fanatismus
  aus,  welcher  wohl  in  den  Perioden  des  mittlern
Zeitalters  aber  gewiß  nicht  in  der  Geschichte  eines  aufgeklärten
  Volks  irgend  seines  gleichen  hat,  und  endlich  politisch  betrachtet
  einen  solchen  Ausgang  nahm,  dessen  Möglichkeit  auch  1649
noch  nach  der  That  bezweifelt  werden  mochte.

Weder  Elisabeth  noch  Jakob  I.  hatten  gegen  die  Presbyterianer
  die  Schonung  beobachtet,  welche  dem  Protestantismus
  so  eigenthümlich  seyn  sollte,  und  die  Episkopalhierarchie
war  zu  sichere  Schutzwehr  der  königlichen  Prärogativen  und
zu  scheinbare  apostolische  Einrichtung,  als  daß  sie  dieselbe  einigen
  Eiferern  zu  lieb  einschränken  mochten,  Jacob  kam  mit
vielen  schon  in  Schottland  gemachten  Erfahrungen  über  die
Freimäthigkeit  der  presbyterianischeu  Partie  auf  den  Englischen
  Thron,  und  unter  einer  so  unpolitischen  Regierung  als
die  seinige  in  England  war,  rieben  sich  die  Partien  immer
heftiger  gegen  einander,  so  daß,  den  letzten  Ausbruch  zu  be.

fördern,  nur  noch  ein  Anführer  auf  einer  oder  der  andern
Seite  fehlte.

Die  Episkopalisten  sanden  ihn  zuerst  an  dem  Günstlinge
Kön.  Karls  I.  Wilhelm  Laud,  Erzbischof  von  Canter,
bury.  Auch  eine  geduldigere  Nation,  als  damals  Engländer
und  Schottländer  waren,  würde  sich  nicht  so  rasch  und  auf
so  offenem  Wege,  als  Laud  es  versuchte,  zu  einer  Art  des