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unglücklich  geendigt  der  Römischen  Oberherrschaft  gefährlich
wurden,  die  sich  immer  bei  einer  allgemeinen  Lethargie  am
sichersten  erhält.  Noch  ist  also  die  Geschichte  der  Katholischen
Kirche  fast  nichts  anders  als  Erzählung  der  mannichfaltigen
Versuche,  welche  der  Bischof  von  Rom  machte,  um  sein  Reich
gegen  die  Protestanten  zu  vertheidigen  oder  wo  moglich  zu
erweitern,  und  noch  mehr  um  die  Funken  von  Protestantismus
  zu  ersiicken,  welche  sich  unter  seinen  Unterthanen  entweder
  freiwillig  entzündeten  oder  aus  unserer  Kirche  gleichsam
elektrisch  hinübergiengen.  Man  lernt  hier  billig  zuerst
die  Succession  der  vorzüglichsten  Könige  dieses  geisilichen
Staats  kennen,  wenn  schon  auch  hier  selten  der  König  der
Hauptschauspieler  ist,  und  oft  mehr  nur  sein  Name  gebraucht  wird,
als  daß  sein  Ansehen  von  großer  Wirkung  wäre.

1,  Gregor  Xlll.  der  Nachfolger  des  Dominicancrs  Pius  V.  ist
durch  seinen  Kalender  verewigt,  den  man  ihm  wie  die  verbesserte
Ausgabe  des  Corp.  jur.  can.  und  des  Römischen  Martyrologiums

iimmer  zum  Verdienst  rechnen  möchte,  wenn  nicht  überall  die
grausame  Gewalkthätigkeit  des  Mannes  hervorblickte,  der  sich
der  schändlichen  Bartholomäusnacht  in  öffentlichen  Feierlichkeiten
  freute.  Das  würde  sein  Nachfolger,  der  verschmitzte
*  V.  nicht  gethan  haben,  wenn  schon  auch  er  seinen
Bannstrahl  nicht  ruhen  ließ,  und  Lust  gehabt  haben  mochte,
in  der  Kirche  so  sirenge  zu  regieren,  als  im  päbstlichen  Kirchensiaat,
  der  durch  seine  Regentenstrenge  sehr  gewann.  Den
letzten  päbsilichen  Muthwillen  gegen  Frankreich  haben  Gregor
  XIV.  und  Clemens  VIII.  ausgeübt;  die  Gelegenheit  war

1595  erwönscht,  welche  die  dasige  Ligue  und  Henrichs  IV.  Apostasie
  darboten.

160606  Paul  V.  zu  Anfang  des  siebzehnten  Jahrhunderts  versuchte
  vergeblich  eine  gleiche  Tragbdie  mit  Venedig,  Sarpi