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Im  allgemeinen  genommen  sind  doch  alle  diese  Männer
besser  als  die  der  vorigen  Periode,  aber  dagegen  fängt  nun
die  Geschichte  der  Conclaven  an,  deren  zusammengestellte
Schilderungen  die  schoͤnsts  Gallerie  der  tiefsten  Italiänischen
Arglist  ausmachen  würden.  Die  Päbsie  dieser  Periode  sind
offenbar  bessere  Menschen  gewesen,  als  die  der  vorigen,  aber  sie
sianden  immer  doch  noch  größtentheils  gegen  viele  bessere  und  edlere
  Gelehrte  der  Katholischen  Kirche  gar  weit  zurück,  und  es
mußte  durch  das  Zusammentreffen  unzähliger  zufälliger  Umstände
  geschehen,  wenn  ein  redlicher  gelehrrter  Mann  auf  diesen
  hohen  Stuhl  zu  sitzen  kam.  Wie  es  sich  doch  ereignet
haben  mag,  daß  der  heil.  Geist  im  Conclave  nie  für  einen
Jesuiten  entschied,  überhaupt  die  Italiäner  so  in  Affection

naͤhm,  daß  kein  Pabst  aus  irgend  einer  andern  Nation  gewählt
  wurde?

Mit  dem  Fortrücken  eines  jeden  halben  Jahrhunderts
zeigte  es  sich  nun  immer  deutlicher,  daß  der  Pabst  ein  Ding
sep,  das  für  das  mittlere  Zeitalter  ganz  gut  passen  mochte,
aber  bei  erweiterter  Aufklärung  entweder  seine  Gestalt  allmälig
  ändern,  bder  endlich  allen  Hohn  einer  altmodischen  Tracht
erfahren  mußte.  Die  Griechen  unter  dem  Druck  habsüchtiger
Bassen  sind  wohl  nicht  unglücklicher,  als  die  Einwohner  des
Kirchenstaats.  Das  schöne  Land  sieht  auch  heutzutag  wie
ein  Land  des  Fluches  aus.  Kann  es  anders  seyn?  Alle  Jahrzehend
  werden  neue  Blutigel  angesetzt.  Ein  neuer  Pabst,
neue  Nepoten,  dic  sich  bei  der  wahrscheinlich  nur  kurzen  Lebeuszeit
  ihrcs  Vetters  becilen  müssen.

F.  27.
Streitigkeiten  über  die  Lehre  von  der  Gnade.  Mich.  Bajus.
Die  Congregat.  zu  Rom.
Schon  auf  der  Synode  zu  Trient  muß  es  manchen  Theo-