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andere  Freunde  des  Augustinus  von  Jesuiten,  Franciscanern
und  manchen  minder  berühmten  Parthien  oder  Parthiefübrern
  sich  unterschieden.  Wohl  ist  im  allgemeinen  wahr,  daß
sich  letztere  dem  Semipelagianismus  näherten,  so  wie  ersiere
den  alten  Afrikanischen  Ideen  treucr  blieben:  aber  es  isi  gewöhnlich
  nur  halbe  Wahrheit,  was  so  im  Allgemeinen  gesagt
wird,  und  es  ist  zu  wenig  unterrichtend,  gerade  weil  es  zu
allgemein  ist.

Im  summarischen  Grundriß  der  Kirchengeschichte  sind
deßwegen  die  sonst  hier  berühmten  Namen  der  Jesuiten,  Leß,
Hamel  und  Molina  höchst  unnütz:  es  mag  lehrreicher  seyn
nachzuforschen,  warum  diese  Streitigkeiten  über  die  Lehre  von
der  Gnade  so  hartnäckig  lange  fortdauerten,  und  wenn  man
so  eben  ihrem  letzten  schwachen  Glimmen  zusehen  zu  können
glaubt,  plötzlich  wieder  mit  furchtbarerer  Gewalr  unter  der
Asche  hervorschlugen.

Leider  ist  es  nehmlich  hier  erste  höchst  wahre  Bemerkung,
daß  selbst  die  Dunkelheit,  in  welche  die  Hauptstreitfragen  verwikkelt
  seyn  mußten,  zum  ersten  heftigern  Ausbruch  und  zur  Fortdauer
  desselben  nicht  wenig  beitrugen.  Nicht  als  ob  diese  Dunkelheit
  größerer  Reiz  für  die  Forschbegierde  der  Menschen  geworden
  wäre,  sondern  in  einem  solchen  Nachtgedränge,  als
bei  Streitigkeiten  dieser  Art  ist,  mischt  sich  mancher.  unter
den  Haufen,  der  bei  verständlichern  Controversten  den  Beruf
hinwegzubleiben  ohne  fremde  Erinnerung  in  sich  selbst  empfunden
  hätte.  Selbst  dem  scharffinnigsten,  friedfertigsten
Manne  ist  es  unmoͤglich  bei  solchen  Streitfragen  die  Partheien
aus  einander  zu  setzen,  oder  wenigstens  die  edlere  beider  Partheien
  gegen  einander  aufzuklären.  Noch  war  überdieß  Ordens
  =  und  Lehrersautorikät  dabei  im  Spiel;  man  focht  eigentlich
  für  die  Antorität  des  Augustinus,  indeß  man  für  die-