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sie,  die  ein  paar  Geistliche,  wenn  schon  wegen  abscheulicher
Verbrechen  hatten  gefangen  nehmen  lassen,  und  auch  in  An—
sehung  der  Kloͤster  und  Vermehrung  der  Kirchengüter  einige
Verordnungen  gemacht  hatten,  die  dem  Wohl  des  kleinen  Staats
fast  unentbehrlich  waren,  und  in  eineim  kleinen  Staat  leichter
durchgesetzt  werden  konnten  als  in  einem  großen.  Nach  den
gewöhnlichen  Complimenten  zwischen  dem  Pabst  und  der
Republik,  wodurch  man  sich  in  einem  solchen  Falle  zu  verwahren
  sucht,  schlug  endlich  der  unvorsichtige  Bischof  zu  Rom
mit  Bann  und  Interdict  darein,  und  träumte  sich  vielleicht
schon  eine  solche  Souverauueiaͤtsfeierlichkeit,  als  Eleniens
VIll.  genossen  hatte,  da  die  Gesandten  König  Heinrichs  IV.
zu  seinen  Füssen  lagen.  Wußke  der  gute  Pabst  nicht,  daß
kleine  Herrn  immer  trotziger  sind  als  große,  daß  Aristokraten
schwerer  ihren  Nacken  beugen“:  als  ein  König,  daß  Venedig
näher  bei  Rom  liegt  als  Paris,  also  dort  der  Pabst  leichter
als  Mensch  gesehen  wird?  Oer-  Venetianische  Senat  fand
auch  in  dieser  Sache  an  seinem  Tfiolegen,  Paul—  Sarpieinen
  Rathgeber,  wie  selbst  Ludwig  XIV.  nie  efünden  hat,
aber  auch  nicht  wertb  war  zu  finden.  Gelebrsänkeit.  Schaifsinn,
  Bescheidenheit,  feine  Gäle  des  Vortrags  bereinigtei  sich
in  diesem  Manne  so  außerbrbeuktlich,  daß  man  nicht  wußte,
ob  einzelne  dieser  Talente.  mehr  zu  schätzen  oder  ihre  schoͤne
Verbindung  mehr  zu  bewunderm“  war.  Unter  sllen  nachfolgenden
  Vertheidigern  der  Kicchenfteieit  gegen  die  Päbstlichen
Usurpationen  hat  keiner  dei-  Prebslichen  Thion  foi  in  seinen  stärksien
  Grundsäulen  Erschüttert  keinen,  selbst  dem  Mge  des  Volks
so  sichtbar,  kathölische  und  fäbstliche  Religion  geschieden,  keiner
so  herzhaft  und  demuͤthig  zugleich  gesprochen,  daß  er  für  das  verschiedendste
  Publicum  gleich  nügzlicher  Schiiftsellet  wat,  als  dieser
  Servĩte.  Seine  Geschichte  der  Trientschen  Synode  ist  ein  bis“