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einen  Contrast,  bei  welchem  der  Teutsche,  ohne  laͤcherlich  zu
werden,  von  seinem  Freiheitssinn  gar  nicht  sprechen  darf.

Die  Teutsche  Katholische  Kirche  läuft  hier  am  besten  parallel
  mit  der  Spanischen,  nur  daß  die  erstere  in  ihrer  ganzen
  Verfassung  fast  noch  mehrere  Keime  des  Verderbens  hatte
als  letztere.  In  Spanien  skonnte  es  doch  nech  gelehrte  Bischöfe
  geben,  Anton  Augustin  war  nicht  der  einzige  und
nicht  der  letzte  seiner  Art:  aber  wo  war  in  der  ganzen  Periode,
  von  der  Synode  zu  Trient  bis  zu  Ende  des  vorigen
Jahrhunderts,  ein  einziger  Teutscher  Bischof,  der  auch  nur
ohne  einigen  Mißbrauch  des  Works  ein  gelehrter  Theologe
heißen  konnte.  Die  Fürsiensöhne  nahmen  die  Bisthümer  hinweg,
  als  ob  die  Kirche  für  ihre  Appanagen  zu  sorgen  hätte.
Der  Adel  verdrang  vollends  die  Doctoren  aus  allen  Capireln,
und  weil  dem  Fürstensohn  selten  an  einem  Bisthum  genug
war,  dessen  Einkünfte  sich  durch  die  Reformation  etwa  geschwächt
  zeigten,  so  gab  man  ihm  gegen  alle  Kirchengesetze
mehrere  zusammen,  oder  wurde  eine  benachbarte  reiche  Abtei
  das  Opfer  seiner  Verschwendung.  Dhilipp  Christorh  von
Soetern,  Erzbischof  von  Trier,  war  doch  ein  feiner  Bischof;
die  Mönche  von  St  Maximin  können  es  am  besien  aus  ihrer
  Chronik  erzählen.

So  war  also  in  Teutschland  Religion  und  Thrologie
ganz  in  den  Händen  der  Jesuiten.  Bekanus  war  der
Dogmatiker,  Busenbaum  der  Moraliste,  Gregor  von
Valenza,  Gretser,  Tanner,  Keller  waren  die  Haͤupter
  der  Polemiker,  und  als  ob  wir  Teutsche  gerade  die  schlimm-=sien
  von  diesem  schlimmen  Orden  haben  sollten,  so  war  doch
kein  einziger  Teutscher  Jesuit,  welchen  damals  Sirmond,
Petav,  und  andere  große  Mitglieder  dieses  Ordens  in

Spittler's  sämmtl.  Werke.  II.  Bd.  25