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chen,  und  den  geistlichen  Despoten  fählen  zu  lassen,  daß
er,  auch  unterstützt  von  der  Macht  seines  erstgebornen  Sohnes,
  über  Menschen,  welche  Wahrheit  kennen  gelernt  haben,
unmoͤglich  siegen  könne.

Corn.  Fansen,  Bischof  von  Ypern,  empfahl  bey  1638
seinem  Tode  elnigen  seiner  Freunde  die  Ausgabe  eines  Werks,
an  welchem  er  vierzig  Jahre  lang  mit  allem  dem  Eifer  gearbeitet
  hatte,  den  Partiegeist  und  erregte  Gewissenhaftigkeit
einflößt.  Jesuiten  und  Dominicaner,  Lehrer  von  den  entgegengesetztesten
  Meinungen  im  Artikel  von  der  Gnade,  schöützten
  sich  nämlich  immer  beiderseits  mit  dem  Ansehen  des  Augusiinus,
  und  es  schien  deßwegen  der  Mühe  werth,  daß  ein,
mal  ein  Mann  von  tedlichem  Fleiß  und  ausdaurender  Gedult
  den  unsystematischen  Afrikaner  recht  durchstudire  und
seine  Grundideen  zusammenstelle.  Nur  sahen  die  Jesuiten
gerade  diesen  Bischof  sehr  ungerne  bei  einer  solchen  Arbeit.
Er  war  nie  ihr  Freund  gewesen,  und  wenn  ein  Mann  vou
so  unbescholtener  Frömmigkeit  als  Jansen  war,  Resultate  eines
  vierzigjährigen  Fleißes  der  Welt  vorlegte,  so  hatte  die
Arbeit  Credit.  Wahrscheinlich  aber  haben  doch  erst  die  Jesuiten
  mit  ihren  Kabalen  dem  Buche  noch  ein  größeres  Aufsehen
  verschafft.  Die  guten  Väter  vergaßen  nehmlich  die  erste
  Regel  polemischer  Klugheit,  die  Welt  nicht  durch  Gegenwehr
  aufmerksam  zu  machen.  Hätte  wohl  ein  schwerfällig
geschriebener  Foliant,  wie  Jansens  Augusiin  war,  viele  Le,
ser  gefunden,  wenn  nicht  die  Lesung  desselben  durch  ein  Jesuitisches
  Decret  der  Römischen  Inquisstion  verboten  worden
wäre,  wenn  nicht  die  Jesuiten  den  Cardinal  Richelien  heimtückisch
  ins  Spiel  gezogen  hätten,  um  eine  eigne  Bulle  von
Urban  VIII.  auszuwirken,  worinn  diesem  Werk  heterodore

Meinungen  zugeschrieben  wurden.
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