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konnte,  und  gegen  den  Verdacht,  sich  den  Refermirten  ge,
nähert  zu  haben,  vertheidigte,  er  sich  so,  daß  leider  die  Wahrheit
  nichts  dabei  gewann.  Auch  Nicole  war  ihm  hieriun
gleich,  wie  es  überhaupt  bei  dem  weitern  Fortgang  dieser
Streitigkeit  immer  Charakter  der  Jansenisten  blieb,  heftig  gegen
  die  Calvinisten  zu  polemisiren.  Porrroial  war  lange
Zeit  der  Hauptsitz  dieser  unterdrückten  und  unter  dem  Druck
immer  emporstrebenden  Partie.  Manches  schöne  für  die  Litteratur
  höchst  nützliche  Werk  wurde  hier  geschrieben,  und  ein
Geist  des  ernstlichern  Religionseifers  floß  von  hier  in  die
ganze  Frauzösische  Kirche  aus,  der  vielleicht  mehr  in  den
Gränzen  vernünftiger  Religion  geblieben  wäre,  wenn  ihn
nicht  Jesuitischer  Leichtfiun  immer  mehr  gereitzt  hätte.

Traurig,  daß  alle  diese  großen,  wahrhaftig  frommen,
wahrhaftig  gelehrten  Mäuner  zwar  gegen  den  Irrthum  aber
nicht  für  Wahrheit  gestritten  haben,  und  endlich  ganz  in  den
Fanatismus  verfielen,  der  in  den  Umsiänden  einer  jeden  unterdrückten
  Partie  so  natürlich  liegt.

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Jansenische  Kirche  in  den  Niederlanden.  Ludwigs  XIV,  abwechslendes
  Kirchenrecht.

Clemens  IX.  glaubte  ein  Mittel  gefunden  zu  haben,  die  1660
päbsiliche  Autorität  und  das  geängstigte  Gewissen  der  Portroialisten
  mit  einander  auszusöhnen.  Die  Jesuiten  aber
suchren  vollständigen  Sieg,  Jansenius  fünf  Sätze  sollten  von
jedem  unbedingt  verdammt  werden,  und  Ludwig  XIV.  zu
dessen  Herz  die  guten  Väter  mehr  als  einen  Zugang  gefunden
  hatten,  freute  sich  seines  königlichen  Ansehens,  das  er  in
der  Dogmatik  eben  so  geltend  machen  könne  als  im  Felde.
Voll  Verzweiflung  zog  sich  die  unterdrückte  Partie  ganz  nach
den  Niederlanden,  sammelte  sich  hier  eine  eigene  Kirche,  und