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gefuͤhrt  haͤtten.  Sie  ermabnten  den  Koͤnig,  ruhig  zu  sterben,
er  habe  nur  den  Willen  des  Pabsts  und  der  Bischoͤfe  erfuͤllt.
.  50.
Verdienste  der  Jefuiten  um  theol.  Gelehrs.  Rich.  Simon.

Die  ganze  Geschichte  der  Katholischen  Kirche  ist  demnach
  seit  den  Zeiten  der  Trienter  Synode  bis  in  das  erste
Viertel  des  gegenwärtigen  Jahrhunderts  eine  Fesuitische  Kabale,
  und  wenigstens  als  Theologen  betrachtet,  waren  sie
weit  nicht  die  gelehrtesten  der  Katholischen  Kirche,  sondern  gerade
  eben  der  Orden  und  eben  die  Congregation,  welche  sich
um  die  ganze  Litteratur  die  größten  Verdiensie  erworben
batte,  litt  durch  die  Jansenisiischen  und  Quesnelischen  Verfolgungen
  der  Jesuiten  am  meisten.  Mancher  edle  Mann
aus  der  Congregation  des  h.  Maurus  schmachtete  lange  Zeit
im  Gefängnisse,  weil  er  seinen  Augustin  nicht  jesuitisch  verstehen
  wollte,  und  daß  die  Wahrheit  durch  die  Schriften  eines
  Dupin,  Natalis  Alerander  und  mehrerer  solche?
das  nicht  gewann,  was  sie  hätte  gewinnen  können,  war  wieder
  bloß  Jesuitismus  Schuld.  Für  so  viele  erstickte  Keime
der  Wahrheit  war  es  schöner  Ersatz  —  der  Historiker
Harduin!  Männer  solcher  Art  haben  ihren  historischen  Skepticismus
  gewöhnlich  von  sich  selbst  abstrahirt.  Harduin  und
Berruyer  sollten  Zeitgenossen  gewesen  seyn.

Billig  verdient  unter  allen  Franzoͤsischen  Theologen  am
Ende  dieser  Periode  vorzöglich  ausgezeichnet  zu  werden  Richard
  Simon,  ein  Genie  von  vieler  Aehnlichkeit  mit  Bayle,
so  weit  Verschiedenheit  der  von  ihnen  bearbeiteten  Fächer
Aehnlichkeit  bemerken  läßt.  Was  er  für  biblische  Kritik  und
für  Kirchengeschichte  geschrieben  hat,  ist  meist  alles  trefflich,
und  selbst  wir  Protestanten  haben  ungefähr  erst  seit  dreißig
Jahren  diesen  großen  Mann  recht  schätzen  gelernt,  der,  wenn