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legien  in  Leipzig  wurden  endlich  zerstreut,  Spener  wurde  in
Dresden  gestürzt,  die  Orthodoren  freuten  sich  ihres  Siegs,  und
segneten  sich  über  dem  Verdienst,  das  sie  sich  um  Fortpflanzung
  gründlicher  Gelehrsamkeit  durch  Vertreibung  dieser  frommen
  Demagogen  erworben  zu  haben  schienen.  Zu  ihrem  Ungläck
  kam  bei  dieser  Magisterverfolgung  ein  Mann  mit  ins
Spiel,  den  wohl  nie  jemand  des  Pietismus  beschuldigt  har,
der  aber  seine  nicht  so  ganz  unschuldigen  Privatkriege  mit
den  Theologen,  gern  mit  einer  solchen  Sache  in  Verbindung
setzte,  bei  welcher  die  Blößen  seiner  Gegner  recht  sichtbar  waren.
.  33.

Christi.  Thomassus.  Neue  Unlversität  Halle.  Walsenhaus  daselbst.

Christian  Thomasius  las  zu  Leipzig  im  juridischen
und  philosophischen  Fache  mit  eben  dem  Beifall,  der  bei  den
biblischen  Collegien  die  volle  Eifersucht  der  alten  Theologen
erregte,  und  alles  strömte  ihm  zu,  nicht  nur  um  etwas  zu
lornen,  sondern  auch  um  etwas  zu  lachen  zu  haben.  Er
siürmte  und  schwärmte  in  mehrere  Fächer  der  Wissenschaften
hinein,  und  es  schien  ihm  zu  einem  vortrefflichen  Genie  nichts
zu  fehlen,  als  mehr  systematisches  Nachdenken,  und  selbst  oft
auch  im  litterarischen  mehr  edler  Charakter.  Die  Suͤnde,
Pufendorfen  im  Naturrecht  vertheidigt  zu  haben,  konnte  man
ihm  zu  Leipzig,  wo  Val.  Alberti  war,  noch  weniger  verzeihen,
als  manchen  andern  sonst  unverzeihlichern  Fehler.  Er  mußte
endlich  seine  Vaterstadt,  verlassen,  und  zog  nach  Halle,  wo
ihm  so  viele  seiner  Leipziger  Schüler  nachfolgten,  daß  eine
Universität  von  Studirenden  schon  da  war,  noch  ehe  hier  wirklich
  durch  Speners  Vermittelung  eine  hohe  Schule  gestiftet
wurde.

Diese  neue  Stiftung  wurde  der  Jufluchtsort  der  Pi  etistischen
  Partic,  und  da  sich  hier  mit  einem  mal  eine  außeror=