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Sohnes  Karl,  den  Sectengeist,  der  damals  aus  den  positiven
Lehrsaͤtzen  der  Christlichen  Religion  entsprang,  in  einer  so
schroͤckenden  Groͤße,  und  aͤrgerte  sich  so  sehr  an  der  Leichtigkeit,
  womit  eine  Christenpartie  die  andere  zur  Hoͤlle  schickte,
oder  womit  vollends  der  Calviniste  den  Allguͤtigen  in  Ansehung
  der  ewigen  Wohlfahrt  des  Menschengeschlechts  handeln  ließ,
daß  der  Zweifel,  ob  eine  solche  Unglück  bringende  und  Unglück
weissagende  Lehre  wirklich  vom  Allgütigen  seyn  könne,  bis  zur
Ueberzeugung  reifte,  der  Gott  aller  Menschen  fodere  von  diesen
weder  die  Einsicht  in  alle  diese  dunkle  positive  Lehren  noch  die
Befolgung  derselben.  Er  sey  kein  harter  Mann,  der  sammeln
  wolle,  wo  er  nicht  gesäet  habe,  der  gewisse  Kenntnisse
zur  Bedingung  des  ewigen  Glücks  der  Menschen  mache,  welche
  der  größte  Theil  derselben  nicht  erhalten  konnte.  Was
jeder  Mensch  wissen  könne,  dessen  Befolgung  werde  von  jedem
  Menschen  gefordert  werden:  der  tausendste  Theil  aber
selbst  in  der  Christenheit  habe  weder  Kräfte  noch  Muße,  noch
Gelegenheit  genug,  um  jene  feinere  Gotteserkentnisse  sich  zu
erwerben.

Cherbury  nahm  die  ersten  Grundsätze  der  natürlichen
Religion  in  der  Reinigkeit  an,  womit  sich  Rousseau,  durch
nicht  unähnliche  Veranlassungen  gegen  das  positive  der  Christlichen
  Religion  eingenommen,  dieselbe  darstellte.  Er  war  in
Grundsätzen  und  Charakter  sehr  verschieden  von  seinen  beiden
Zeitgenossen  Spinoza  und  Hobbes.  Dem  erstern  zwar
dem  Charakter  nach  noch  ähnlich,  denn  Spinoza  brauchte
seine  pantheistischen  Grundsätze  eben  so  wenig  zur  Erleichterung
  der  Moral,  als  er,  sondern  bloß  mißverstandene  metaphysische
  Begriffe  hatten  ihn  auf  dieselbe  geleitet;  aber  dem
letztern  war  er  nach  Charakter  und  Lehren  völlig  unähnlich.
Wie  vicl  hat  nicht  letzterer  mit  seinen  Schriften  auch  der