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429  3.  Siebenzehn  Jahre  nach  der  Theilung  verlassen  die  Vandalen

  Spanien,  die  sich  unterdeß  mit  Sueven  und  Roͤmern
daselbst  sehr  herumgekämpft  hatten,  und  stiften  in  Carthago

Als  ein  mächtiges  Reich.  Noch  vorher  aber  wurden  die  Silin-4%



ger  von  einem  Feinde,  der  endlich  über  ganz  Spanien  Herr
wurde,  fast  ganz  aufgerieben,  und  die  Alanen  so  geschwächt,
daß  sie  weiterhin  keine  eigene  Parthie  machen  konmten,  sondern
  mit  den  Vandalen  sich  vereinigten.

4.  Die  Herrshhaft  der  Sueven  besteht  als  ein  eigenes
Reich  176  Jahre  lang;  vom  ersien  Einfalle  an  gerechnet  bis

585.,  da  endlich  auch  ihr  Land,  das  sich  schon  lange  vorher

immer  mehr  bloß  auf  Gallicien  eingeschränkt,  eben  derselben
Macht  zu  Theil  wurde,  die  endlich  über  dle  ganze  Pprenäische
  Halbinsel  und  einen  großen  Theil  von  Süd-Frankreich
ihre  Herrschaft  erstreckte.

5.  Die  West-Gothen,  ein  Deutsches  Volk,  deren  Sitze
in  der  heutigen  Moldau  und  Wallachey  waren,  und  die  man
376  zum  erstenmal  in  großer  Menge  über  die  Donau  herüber
  gelassen  hatte,  wurden  innerhalb  38  Jahren  so  wunderbar
  umgetrieben,  und  trieben  sich  selbst  so  wunderbar  herum,
daß  sie  endlich  414  ihr  Chef  Adolf,  Alarichs  Schwager
über  die  Pyrenden  nach  Spanien  führen  mußte.

6.  Vergleich  der  West-Gothen  mit  den  Römern.  Kön.
Wallia  ubernimmt  kraft  desselben  den  Krieg  gegen  die  übrigen
Germanischen  Horden,  die  sich  in  Spanien  herumtrieben,
und  erhält  419  ausser  beträchtlichen  Stücken  Landes  im  heu
tigen  Navarra  und  Catalonien  auch  Aquitaniam  sccundam
von  den  Römern.  Toulouse  ist  88  Jahre  lang  Hauptsitz
des  nun  tractatenmäßig  hier  gegründeten  Spanisch-Galischen
Reichs  der  Westgothen.

46  7.  Erste  große  Erweiterung  der  West-Goth.  Herrschaft