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in  Spanien  auf  Kosten  der  Sueven  in  Gallicien,  dis  Koͤnig  470
Eurich  auch  den  Roͤmeru  vollends  fast  alles,  was  sie  dort
besaßen,  hinwegnahm  „und  in  Süd-  Gallien  die  Rhone  als
oͤstliche,  und  die  Loire  als  noͤrdliche  Graͤnze  seines  Reichs
von  ihnen  anerkennen  läßt.  474

8.  Aufang  einer  besseren  Staatsorganisation  unter  eben
demselben  Koͤnige.  Die  West-Gothen  erhalten  geschricbene
Gesetze,  die  erst  100  Jahre  nachher  von  Koͤnig  Leovigild  revidirt
  und  ergänzt  werden.  Unter  seinem  Sohne  Alarich  II.
erhalten  auch  die  Provincialen  (500)  aus  dem  Theodosischen
Coder  einen  Auszug,  den  Anianut  durch  seine  Unterschrift
authentisirte.

Die  Provincialen  fühlen  sich  weit  glücklicher  unter  West-Gothischer
  als  unter  Roͤmischer  Herrschaft,  selbst  auch  da  wo
die  West-Gothen  zwei  Drittheile  des  Landeigenthums  für  sich
hinwegnehmen.  Die  alte  schwere  Steuernlast  hört  nun  doch
ganz  auf;  unter  den  West-Gothen  war  zwar  mehr  Rohheir,
als  unter  den  Provincialen  oder  Römern,  aber  auch  mehr
Reinheit  der  Sitten,  wie  diese  starke,  gesunde  Menschen
erhält.

9.  Nach  der  großen  Niederlage  bei  Vouglé,  un  50½
weit  Poitiers,  die  Alarich  II.  von  Chlodowig  erlitten,  rertet
allein  noch  der  Osi-Gothische  König  Theodorich  die  Ueberreste
der  West-Gothischen  Herrschaft  in  Süd-Gallien.  /¼

10.  König  Reccared  tritt  mit  seinen,  Gorben  und  einem  586
großen  Theil  von  Sueven,  deren  Reich  sein  Vater  Leovigild
schon  das  Jahr  zuvor  aufgehoben  hatte,  vom  Arianismus,
dem  bisher  alle  West-Goth.  Kbnige  zugethan  gewesen,  zur
roͤmisch  katholischen  Religion  über.

II.  Dies  macht  die  größte  Epoche  in  der  ganzen  Geschichte
der  Spanisch-Westgothischen  Monarchie;  denn  die  Hierarchic